Selbstmordattentat in Ansbach
Misshandlung in Bulgarien

Politik BY
Bayern
27.07.2016
13
0

Gmund/Ansbach. Nach dem Bombenattentat in Ansbach laufen die Ermittlungen auf Hochtouren: Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) sagte am Dienstag vor einer Kabinettsklausur am Tegernsee, derzeit würden Handy und Laptop des Attentäters ausgewertet und Zeugen befragt. "Wir müssen den ganzen Hintergründen jetzt nachgehen." Herrmann bekräftigte, dass es sich nach dem bisherigen Ermittlungsstand um eine islamistisch motivierte Tat handle.

Unterdessen wurde bekannt, dass der Attentäter von Ansbach über Misshandlungen in einem Gefängnis in Bulgarien berichtete. Daher habe er nicht in das Land zurückgehen wollen, das ihm 2013 einen Schutzstatus gewährt hatte und in das abgeschoben werden sollte. Das geht aus einem Schreiben des Syrers hervor, das der Nürnberger Bundestagsabgeordnete Harald Weinberg (Linke) zur Verfügung stellte. Weinberg hatte sich bei der Stadt Ansbach für ein Bleiberecht eingesetzt, bis die Behandlung des Flüchtlings abgeschlossen sei. Der 27-Jährige war wegen psychischer Probleme beim Arzt.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.