SPD fordert Sanierung des Bahnhofes und der WC-Anlagen
Schandfleck schnell tilgen

Geht es nach Helmut Raps, dann sollte die Gemeinde das WC-Nebengebäude kaufen oder zumindest pachten und umgehend instand setzen.
Politik BY
Bayern
25.11.2016
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Der frühere zweite Bürgermeister Helmut Raps spricht von einer "Schande für Speichersdorf". Gemeint sind die seit Jahren geschlossenen sowie völlig verfallenen WC-Anlagen des Bahnhofsvorplatzes und das Bahnhofsgebäude.

Speichersdorf. In der SPD-Jahreshauptversammlung sollte er auf offene Ohren stoßen. Die Gemeinde sei in der glücklichen Lage, dass das Nebengebäude nicht denkmalgeschützt sei, sagte Raps. Er war dafür, kurzfristig wenigstens das WC-Nebengebäude zu pachten oder zu kaufen und eine längst überfällige öffentliche Toilette einzurichten. Die Betreuung könnte auf geringfügiger Basis erfolgen. Gemeinderätin Claudia Fischer ließ in diesem Zusammenhang Gegenargumente wie Vandalismus nicht gelten. Beispiele an Autobahnparkplätzen, im Stadtinneren von Nürnberg und Kemnath zeigten, dass es funktioniere.

"Auch muss die Gemeinde beim Bahnhofsgebäude die Initiative ergreifen und darf es nicht verkommen lassen", forderte Raps. Je länger es dauere, umso höher würden die Folgekosten. Handeln sei umso wichtiger, da die Gemeinde eines Tages an einem Kauf nicht vorbei komme, so seine Überzeugung. Dorthin könnte dann die Bücherei ausgelagert werden. Auch ein Museum für historische Bilder könne er sich vorstellen. Bei einer Sanierung sollte aber der kleine, nachträgliche hinzugefügte Anbau weggerissen werden.

Das heruntergekommene DB-Schild, sei symptomatisch für die Misere der Bahn, ergänzte Fischer. Es sei seit Jahren verdreckt und so mit Grünspann überzogen, dass man nur noch mit Mühe die Firmenbuchstaben erkenne. Auch wäre interessant zu wissen, wann das letzte Mal die Bahnhofsuhr gereinigt worden sei, fragte sie süffisant in die Runde.

Fraktionsvorsitzender Rudi Heier sagte zu, die WC-Anlage im Gemeinderat zu thematisieren. In Sachen Bahnhofsgebäude sah er wenig Hoffnung und Perspektive. Hier bewege sich derzeit nichts. Das Gebäude stehe nicht mehr zum Verkauf, weil es angeblich zu nahe am Gleiskörper liege. Es sei nicht gepflegt und verschandle die Optik. Die Taubenplage sei anscheinend wichtiger als das Umfeld.

Auch das von der SPD beantragte und beschlossene Wartehäuschen ließe auf sich warten. Die Schüler und Eisenbahnnutzer seien die Leidtragenden. Lediglich gebe es anscheinend bei der Bahn Überlegungen, den Zugang zu den Gleisen nicht mehr über den ebenfalls maroden Gleistunnel, sondern über einen Aufzug und eine Treppe am Steg zu realisieren. Wie dieses Beispiel zeige, änderten sich die Zeiten auch bei der Bahn, meinte Heier.
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