Stadt München verteidigt Bau von Lärmschutz-Wand
Flüchtlinge hinter Mauern

Anwohner hatten die Mauer als Lärmschutz vor einer Flüchtlingsunterkunft durchgesetzt. Bild: dpa
Politik BY
Bayern
08.11.2016
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München. Die Stadt München hat den Bau einer Lärmschutzwand vor einem Heim für bis zu 160 jugendliche Flüchtlinge verteidigt. Der Bau einer Flüchtlingsunterkunft in dem Gewerbegebiet in Neuperlach war 2014 vom Stadtrat beschlossen worden. Anwohner protestierten. Die Fronten seien verhärtet gewesen, sagte die für Soziales zuständige Dritte Bürgermeisterin Christine Strobl (SPD) am Montag. "Es lief eine Klage von Anwohnern." Deshalb habe es im Juni ein Gespräch im Rathaus mit Anwohnern, Bezirksausschuss und Verwaltung gegeben. Dabei sei ein Lärmschutz als Kompromiss ausgehandelt worden, damit die Unterkunft endlich gebaut werden konnte. Es habe bereits ein Gutachten gegeben, das einen Lärmschutz für die Anwohner als notwendig erachtete. Der "Münchner Merkur" hatte am Wochenende zuerst über die vier Mauer hohe Wand berichtet. Die Bürgermeisterin betonte, die neue Unterkunft sei keineswegs rundum von einer Mauer umgeben. Die Flüchtlinge könnte sich frei bewegen und aus- und eingehen wie sie wollten. "Im Übrigen sind unsere Unterkünfte immer eingezäunt, weil wir nicht wollen, dass jeder von außen reingehen kann."

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