Subventionen für Energiewende
Ilse Aigner will norddeutsche Windkraft einbremsen

Ilse Aigner. Bild: Götz
Politik BY
Bayern
19.01.2016
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München. Angesichts der Rekordausgaben für Ökostrom im vergangenen Jahr fordert Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) Sofortmaßnahmen des Bundes, um den Ausbau der Windenergie in Norddeutschland zu drosseln. Die in Berlin vereinbarten Ausbauziele dürfen nach Aigners Einschätzung nicht überschritten werden, sofern ein weiterer Anstieg der Ökostromkosten vermieden werden soll. "Der ungezügelte Ausbau vor allem der Windenergie im Norden treibt die Kosten über die Belastungsgrenze von Wirtschaft und Bürgern", sagte Aigner der Deutschen Presse-Agentur. "Wir müssen den Ausbaupfad einhalten und unkalkulierbare Steigerungen vermeiden." Die von den Stromkunden bezahlten Zuschüsse für den Ausbau der erneuerbaren Energien waren 2015 auf 24,1 Milliarden Euro geklettert, im Vergleich zu 2014 ein Anstieg von über zehn Prozent. Damit sich die Energiewende nicht zum Standortnachteil entwickle, müsse der Schwerpunkt in der Energiepolitik bei Preisstabilität, Planbarkeit und Effizienz liegen, verlangte Aigner. Grünen-Fraktionschef Ludwig Hartmann nannte Aigners Forderung "in jeder Hinsicht absurd". "Unsere Energiewende wird ganz wesentlich von Windkraftwerken vorangetrieben." Der Freie Wähler Thorsten Glauber warf Aigner vor, zuerst den Ausbau in Bayern blockiert zu haben und nun auch noch die Windkraft in Deutschland bremsen zu wollen.

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