Unverbindliche Tests für Studienbewerber möglich
Auswahl an der Uni

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Bayern
05.10.2016
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München. Bayerns Hochschulen bekommen ein neues Instrument an die Hand, um die Eignung ihrer Bewerber für bestimmte Studiengänge zu testen. Auf Vorschlag von Wissenschaftsminister Ludwig Spaenle beschloss der Ministerrat auf seiner Sitzung am Dienstag einen Gesetzentwurf zur Einführung eines Studienorientierungsverfahrens. Dessen Ergebnis ist für die Studierenden unverbindlich, soll ihnen aber bei der richtigen Studienwahl helfen. Ziel ist es, die Zahl der Studienabbrecher zu reduzieren. Diese beträgt bei Bachelor-Studiengängen rund 30 Prozent.

Nach Auskunft von Staatskanzleiminister Marcel Huber bleibt es den Hochschulen überlassen, ob und wie das neue Verfahren einsetzen. Möglich seien Online-Tests, aber auch gezielte Beratungsgespräche oder Probevorlesungen. Anders als bestehende, verfassungsrechtlich aber angreifbare Eigungsfeststellungsverfahren wie in den Fächern Sport oder Kunst soll eine ablehnende Empfehlung nach dem Orientierungsverfahren die Aufnahme eine Studiums aber nicht ausschließen. Huber sprach von einem "erweiterten Beratungsangebot", an dessen die Ende die Studierwilligen selbst erkennen sollen, ob das angestrebte Studium tatsächlich zu ihnen passt. Sollte der Gesetzentwurf vom Landtag angenommen werden, könnten die neuen Verfahren frühestens zum Sommersemester 2017 beginnen.
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