Verwaltung der Jobcenter immer teurer

Politik BY
Bayern
31.03.2015
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Verwaltungskosten verschlingen einen immer größeren Teil der Jobcenter-Etats. Dadurch steht immer weniger Geld für die Aus- und Fortbildung von Hartz-IV-Betroffenen zur Verfügung. Das geht aus Statistiken der Bundesagentur für Arbeit (BA) hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen.

Allein 2014 schichteten Jobcenter 522 Millionen Euro aus dem Etat für Arbeitsmarktpolitik in den Verwaltungsetat um. Das seien fast 15 Prozent der jährlichen Gelder für Trainings- und Förderkurse, sagte eine BA-Sprecherin. Die Sprecherin gab zu bedenken, dass es allein in den Händen der Arbeitsvermittler liege, wie sie die Mittel einsetzten. Der Gesetzgeber habe es den Jobcentern freigestellt, stärker in Fortbildungskurse oder Personal zu investieren.

Nach einer BA-internen Analyse sanken allein von 2010 bis 2013 die Mittel für Eingliederungsleistungen um 41,26 Prozent. Standen den Jobcentern 2011 noch im Schnitt 1155 Euro pro Kopf zur Verfügung, so waren es 2014 gerade noch 710 Euro.
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