Vier Varianten für Schulstandort
Georg Rittner macht in Bürgerversammlung aber noch keine klare Aussage zu Fichtelberg

Zwar blieben einige Plätze unbesetzt, es waren aber immerhin rund 90 Zuhörer, die sich von Bürgermeister Georg Ritter über das Gemeindegeschehen informieren ließen. Bild: bkr
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Bayern
20.12.2015
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Bleibt der Schulstandort Fichtelberg erhalten? Dies war eine der Fragen der rund 90 Zuhörer bei der Bürgerversammlung. Konkrete Antworten konnte Rathauschef Georg Ritter aber nicht überall geben.

Fichtelberg. Dazu gehörte auch die Aussage zum Schulstandort. Wie Ritter in der Turnhalle allerdings berichtete, habe ein sechsköpfiges Gremium mit jeweils drei Vertretern aus Mehlmeisel und Fichtelberg drei Möglichkeiten ausgearbeitet. Zusätzlich habe das Schulamt einen vierten Weg aufgezeigt, beide Schulstandorte über 2017 hinaus zu erhalten.

Einige Bürger wollten wissen, warum der Winterdienst teilweise vergeben wurde. Ihnen erklärte Ritter, dass der intensive Einsatz des eigenen Bauhofs unter Umständen gegen geltendes Recht verstoße. Eine Kalkulation habe zudem wirtschaftliche Gründe für eine teilweise Vergabe an private Unternehmen ergeben. Inwieweit dies tatsächlich günstiger ist, werde eine Überprüfung nach der Wintersaison zeigen. Überlegt werde weiter, die Grünlandpflege im Sommer aus den gleichen Gründen zu übertragen.

Nur Zweckverband kassiert


Zur Sprache kam auch, ob die Gemeinde an den Parkgebühren des Zweckverbandes Fichtelberg beteiligt wird. Für die neuen, an den Parkplätzen der Loipen aufgestellten Parkuhren musste dies das Gemeindeoberhaupt verneinen. Die Parkplätze befänden sich allesamt im Eigentum der Bayerischen Forstverwaltung. Unbefriedigend ist für Ritter jedoch, dass die Vereine die Arbeiten leisten und der Zweckverband kassiere. Er wünsche sich deshalb einen Verteilerschlüssel.

Die Versammlung vermisste Informationsabende, wie sie früher in Form von Stammtischen angeboten wurden. Eine Prüfung sicherte der Bürgermeister zu.

In seinem Bericht ging er auf die Planungen für die Sanierung der Kanalisation in Hüttstadl ein. Die Mängel werden erfasst. Sobald eine Kostenschätzung vorliege, werden die Hüttstadler zu einer Versammlung eingeladen, um die Grundstückseigentümer über anstehende Arbeiten und Belastungen zu informieren. Die Sanierungsarbeiten sollen noch 2016 beginnen.

Ideen für Schamottewerk


Weil es zu Verzögerungen gekommen sei, konnte die Ausschreibung für die Erneuerung der Brücke über die Fichtelnaab nicht rechtzeitig fertiggestellt werden. Die Bauarbeiten sind daher laut Ritter ins Frühjahr 2016 verschoben worden. Erworben hat die Gemeinde das Areal des Schamottewerks. Sie hat ein Architekturbüro beauftragt, über das Städtebauförderungsprogramm Vorschläge für die künftige Verwendung zu erarbeiten. Die Bürger können darüber hinaus ihre Ideen und Wünsche einbringen. Sie werden geladen, sobald die Planungsunterlagen erstellt sind.

Überwältigt zeigte sich Ritter vom Engagement der Einwohner beim Bürgerfest, das erstmals nach 20-jähriger Pause bis 3.45 Uhr gefeiert wurde. Es schloss mit einem Plus von 2500 Euro ab. Mobilisieren und begeistern ließen sich die Einwohner auch bei der Bayernrundfahrt. Ihr herzlicher Empfang der Radrennfahrer wurde mit dem Preis für die beste Bergwertung belohnt.

Bei der Einwohnerentwicklung errechnete der Rathauschef ein Plus von drei Bürgern. Ihre Zahl stieg auf 2133. 23 Sterbefällen standen allerdings nur 16 Geburten gegenüber. Dem Gemeinderat attestierte er eine sachliche Arbeit. Es herrsche stets ein gutes Klima ohne Streit.

Kläranlage: Nix geplantGeorg Ritter ging auf eine schriftliche Anfrage zur prozentualen Beteiligung an der Kläranlage in Mehlmeisel ein. Dazu erklärte er, das derzeit keine Verbesserungen der Einrichtung geplant seien. "Die bestehende Zweckvereinbarung verpflichtet zu einer finanziellen Beteiligung, wenn Maßnahmen notwendig werden." Diese laufe 2018 aus, was in der neuen stehen werde, könne nicht gesagt werden. (bkr)
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