Wegweisende Entscheidungen in München
Gesundheitsministerium zieht nach Nürnberg, S-Bahn-Strecke kommt

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Bayern
25.10.2016
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Melanie Huml muss sich fügen. Das Kabinett hat den Umzug ihres Gesundheitsministeriums nach Nürnberg beschlossen. Auch die Finanzierung der zweiten S-Bahn-Stammstrecke durch München steht.

München/Nürnberg. Ungeachtet aller Kritik von Mitarbeitern und der Landtags-Opposition hat das Kabinett die Umzugspläne für das Gesundheitsministerium festgezurrt: Demnach sollen die ersten Beamten von Herbst 2017 an in Nürnberg arbeiten. Auch Ministerin Melanie Huml (CSU) werde dann ihr dortiges Büro beziehen, teilte die Staatskanzlei am Dienstag nach der Kabinettssitzung mit. Zudem steht nun das Dienstgebäude fest: Dafür sei das ehemalige Gewerbemuseum vorgesehen - ein Monumentalbau am östlichen Rand der Altstadt. Der weitere Umzug des Ministeriums soll dann ab 2018 "Schritt für Schritt" erfolgen.

Die Grundsatzentscheidung für den Umzug hatte das Kabinett auf seiner Sommerklausur am Tegernsee getroffen. Huml hatte erst dort davon erfahren und sich zunächst vergeblich dagegen gestemmt. Nun betonte sie: "Mit der Umzugsentscheidung setzen wir ein starkes Signal für aktive Strukturpolitik und schaffen eine große Chance für die Gesundheitsregion Franken."

Der Umzug werde so gestaltet, dass die Interessen der Mitarbeiter "bestmöglich zum Tragen kommen". So sollten Versetzungen nach Nürnberg nur im Einvernehmen mit den Betroffenen möglich sein. Zudem sollten Telearbeitsmöglichkeiten ausgeweitet und Arbeitszeitmodelle weiter flexibilisiert werden.

Grünes Licht gibt es jetzt auch für die zweite S-Bahn-Stammstrecke quer durch die Münchner Innenstadt. Der Bund, die Deutsche Bahn, der Freistaat und die bayerische Landeshauptstadt einigten sich am Dienstag auf die endgültige Finanzierung des Milliardenprojekts. Das Projekt ist auf knapp 3,2 Milliarden Euro veranschlagt. An den 14 Kilometer langen Röhren entstehen drei neue unterirdische Stationen am Hauptbahnhof, Marienhof und am Ostbahnhof.
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