Weitere Stolpersteine für ermordete Juden verlegt
Trotz Verbots

Der Künstler Gunter Demnig verlegt zwei Stolpersteine zum Gedenken an die von den Nationalsozialisten ermordeten Amalie und Joseph Schuster. Bild: dpa
Politik BY
Bayern
05.07.2016
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München. Trotz des jüngst gerichtlich bestätigten Verbots für sogenannte Stolpersteine zur Erinnerung an ermordete Juden sind in München weitere Messingplatten mit Namen von Opfern verlegt worden. Auf den Gedenktafeln werde an vier von den Nazis ermordete oder ins Exil gezwungene Juden erinnert, teilte die Initiative Stolpersteine für München mit. Bei der Verlegung der auf Privatgrund eingelassenen Tafeln kritisierten die Initiatoren am Montag erneut das Verbot der Stadt für Stolpersteine im öffentlichen Raum. Nach den Angaben wurden seit 1992 in 1600 Kommunen 57 000 Steine verlegt.

Der Münchner Stadtrat ist jedoch gegen die Verlegung von Stolpersteinen. Erst vor einem Monat bestätigte das Münchener Verwaltungsgericht das Verbot der Verlegung auf öffentlichem Grund. Auch die Vorsitzende der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Charlotte Knobloch, wendet sich dagegen.
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