Zur Sanierung
Preis für eine Kläranlage

Bürgermeister Manfred Porsch, Landrat Hermann Hübner, Ingenieur Stefan Wolf und Klimaschutzmanager Bernd Rothammel (von links). Bild: hia
Politik BY
Bayern
11.06.2016
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Reichlich Vorschusslorbeeren für die Speichersdorfer Kläranlage: Weil die klimafreundlich umgebaut wird, gibt es einen großen Haufen Geld.

Speichersdorf. Die Gemeinde darf sich über Unterstützung beim Umbau der Kläranlage freuen. Weil daraus eine "Klimaschutz-Kläranlage" werden soll, darf sie mit zusätzlichen 200 000 Euro rechen. Beim Ideenwettbewerb des Klimaschutzmanagements des Landkreises Bayreuth überzeugte der Speichersdorfer Entwurf, erteilte Landrat Hermann Hübner Bürgermeister Manfred Porsch mit. Die Fördermittel stammen aus einem Sonderprogramm, das nur für Regionen mit Klimaschutzmanagement zur Verfügung steht.

"Das Klimaschutzmanagement im Landratsamt wird nun mit der Gemeinde die Fördermittel beantragen, so dass im Frühjahr 2017 der Umbau beginnen kann", kündigte Landrat Hübner an. Das Speichersdorfer Konzept setzt auf Energiegewinnung aus der Vergärung von Klärschlamm bei gleichzeitiger Reduzierung der Schlammmenge. 74 Prozent CO2 sollen dabei eingespart werden, 70 Prozent Einsparung waren die Vorgabe. Die Technik sei bei großen Kläranlagen üblich, bei Anlagen für weniger als 10 000 Einwohnern gebe es sie noch kaum, so Klimaschutzmanager Bernd Rothammel. Im Landkreis Bayreuth wäre es die erste Kläranlage dieser Größenordnung, die über solche Technik verfügt. Die maximale Fördersumme beträgt 200 000 Euro, die Förderquote maximal 50 Prozent.

Der Ideenwettbewerb war im November 2015 gestartet worden. Bis Ende Februar konnten Kommunen Vorschläge einreichen. Sieben Projektvorschläge gingen ein, wovon vier nicht den Förderbedingungen entsprachen, so Rothammel. Die Entscheidung, traf die Lenkungsgruppe Klimaschutz des Landkreises Bayreuth. Nach intensiver Diskussion sei die Entscheidung für den "Kläranlagenumbau Speichersdorf" gefallen. Für das Kläranlagenprojekt sprach neben den CO2-Einsparungen die Reduzierung der Klärschlammmenge. Der produzierte Strom und die entstehende Wärme sollen den Bedarf der Kläranlage decken, so Bürgermeister Manfred Porsch.
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