Zweitniedrigste Armutsquote Deutschlands
Oberpfälzer Kinder wachsen relativ wohlhabend auf

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Bayern
12.01.2016
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Berlin/Regensburg. (dpa/epd) Fast jedes fünfte Kind in Deutschland ist von Armut betroffen. Nach einer Auswertung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) in Düsseldorf liegt der Anteil bei 19 Prozent. Im Vergleich zum Höchststand Mitte der 2000er Jahre sei die Kinderarmut allerdings zurückgegangen. Zu den Bezirken mit der niedrigsten Quote gehört die Oberpfalz mit 9,6 Prozent. Einen noch besseren Wert erzielte nur Oberbayern mit 9,1 Prozent. Bundesweit gibt es nach Angaben des WSI der gewerkschaftseigenen Hans-Böckler-Stiftung große regionale Unterschiede. In Bremen lebten 33,1 Prozent der Kinder und Jugendlichen in armen Haushalten, in Sachsen-Anhalt 28,7 Prozent und im Regierungsbezirk Düsseldorf 25,1 Prozent. Allerdings könnte durch den Flüchtlingszuzug die Quote wieder ansteigen, heißt es in der am Montag veröffentlichten Studie. Entscheidender Faktor, um Kinderarmut zu verhindern, seien Berufstätigkeit und existenzsichernde Einkommen der Eltern, erklärte der WSI-Sozialexperte Eric Seils. Als arm gelten nach gängiger wissenschaftlicher Definition Haushalte, deren Einkommen weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens beträgt. Für eine Familie mit zwei Kindern unter 14 Jahren liegt die Armutsschwelle derzeit bei einem Nettoeinkommen von weniger als 1926 Euro im Monat. Im Jahr 2014, dem letzten, für das aktuell Mikrozensus-Daten vorliegen, lebten rund 2,47 Millionen Kinder in Armut.

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