Zwölf Landwirte aus Marktredwitz gegen Erdkabel-Stromtrasse
Erste Einwände

Politik BY
Bayern
03.11.2016
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Bayreuth/Marktredwitz. Die Sorge vor Beeinträchtigungen durch die Erdverkabelung der geplanten Stromtrasse Südost-Link treibt viele Landwirte um. Zwölf Betriebe aus dem Raum Marktredwitz (Kreis Wunsiedel) haben jetzt bei dem Bayreuther Unternehmen Tennet einen 19 Seiten starken Einwendungsschriftsatz gegen die Pläne eingereicht. Nach Angaben der Münchener Kanzlei Labbé und Partner vom Donnerstag sehen die Landwirte bei dem Starkstromerdkabel erhebliche Risiken, unter anderem durch Flächenverbrauch, Wasserentzug, Bodenvertrocknungen sowie starke Verdichtungen. Dadurch seien Mindererträgen zu befürchten.

Besonders prekär sei laut der Kanzlei die Situation bei einigen Landwirten, bei denen das Erdkabel im Erweiterungsbereich des Hofes verlegt werden solle. Durch das Bauverbot werde eine mögliche Vergrößerung des Hofes behindert. Es sei wichtig, so früh wie möglich Bedenken gegen das Projekt vorzutragen, bevor sich die Planungen verfestigten.

Netzbetreiber Tennet arbeitet derzeit an dem Plan für einen Vorzugskorridor, der laut Bundesnetzagentur Anfang 2017 zur Genehmigung eingereicht werden soll. Danach folgt das Planfeststellungsverfahren. Bis zum Jahr 2025 soll die Leitung dann ans Netz gehen. Tennet-Pressesprecher Markus Lieberknecht sagte auf Anfrage unserer Zeitung, dass man die Einwendungen zur Kenntnis nehme, sie seien jedermanns gutes Recht: „Zum jetzigen Zeitpunkt hat das keine konkreten Auswirkungen, weil das formelle Verfahren erst beginnt.“
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Clemens Ratte-Polle aus Zell | 04.11.2016 | 14:07  
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