2. Fußball-Bundesliga
Würzburg bissiger als die "Löwen"

Würzburgs Nejmeddin Daghfous (links) setzt sich energisch gegen den Münchener Daylon Claasen durch. So waren auch die Kräfteverhältnisse auf dem Platz. Der Neuling holte sich sicher die drei Punkte. Bild: dpa
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Bayern
04.10.2016
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Nürnberg, Fürth und die "Löwen" - aber die Nummer 1 im Freistaat sind in der 2. Fußball-Bundesliga die Würzburger Kickers. Mit dem 2:0 gegen 1860 setzt das Hollerbach-Team die furiose Saison fort. Bei den Münchnern gibt es Gesprächsbedarf.

Würzburg. Von einem Höhenflug wie dem der Würzburger Kickers können die Münchner "Löwen" nur träumen. Der TSV 1860 kassierte am Wochenende beim bayerischen Derby-Spezialisten die nächste bittere Niederlage. Die "Löwen" verloren beim 0:2 (0:1) gegen den furiosen Aufsteiger bereits zum dritten Mal in den jüngsten vier Spielen. "Das ist zu wenig. Dennoch müssen wir ruhig bleiben und schauen, dass wir schnell wieder in die Spur kommen", sagte Geschäftsführer Thomas Eichin nach nur einem Punkt in vier Spielen. Die ambitionierten Münchner belegen nur den 14. Tabellenrang.

Elia Soriano (27. Minute/Foulelfmeter) und Felix Müller (83.) waren am Sonntag vor 12 475 Zuschauern in der ausverkauften Würzburger Arena die gefeierten Spieler. Die Franken von Trainer Bernd Hollerbach setzen damit ihre Erfolgsserie fort.

"Wir werden uns davon nicht blenden lassen, sondern weiter hart arbeiten", sagte Hollerbach. "Es ist ein Unterschied, ob man gewinnen will, oder ob man unbedingt gewinnen will. Meine Mannschaft wollte an diesem Nachmittag unbedingt gewinnen, das habe ich die ganze Woche schon gespürt." Man sei auf einem guten Weg, die Klasse zu halten, mehr aber auch nicht, betonte der frühere Felix-Magath-Assistent.

Beim ersten Pflichtspiel der beiden ersten Mannschaften dieser Clubs überhaupt leiteten die Gäste den Rückstand selbst ein. Kai Bülow vertändelte den Ball gegen Soriano. Als der Angreifer danach versuchte, 1860-Keeper Jan Zimmermann zu umspielen, kam es zum Kontakt: Gelb für den Torwart, Elfmeter für Würzburg. Soriano verwandelte selbst. Es war sein drittes Saisontor. Gegen die schlecht sortierte Münchner Defensive sorgte Müller dann nach einem schnell vorgetragenen Angriff für die Entscheidung. "Es gibt kein besseres Gefühl heute. Das Tor war umso wichtiger, damit wir ein bisschen befreiter waren", frohlockte der Torschütze.
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