Automobilclub Hersbruck startet Oldtimer-Rallye am Happurger Berg
Alte Klasse blitzt wieder auf

Der BSH Gordini spurtet vom Start weg auf die 3,2 Kilometer lange Strecke. Zuschauer säumten sie im respektvollen Sicherheitsabstand. Bilder: fm (2)
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Bayern
15.09.2016
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Motoren heulen auf, Reifen quietschen, Fans schauen bewundernd auf Traumautos früherer Tage. Rennfieber breitet sich aus am Happurger Berg.

Happurg. Von der Staatsstraße hinauf zum Oberbecken führte die kurvige Strecke der Oldtimer-Rallye. Doch es ging nicht um die schnellste Zeit, sondern als Gleichmäßigkeitsprüfung über zwei Durchgänge um die geringste Abweichung. Aus dem ganzen süddeutschen Raum mit einigen "Importen" aus Niedersachsen und Berlin waren die Fahrer der Oldtimer Baujahr ab 1948 angereist.

Wer meinte, da würden sich "Rostlauben" abquälen, saß auf dem falschen Pferd. Die bestens gepflegten Karossen und ihr originales Innenleben haben sich ihre alte Klasse bewahrt. Die Palette reichte vom aufgemotzten Fiat 500 über frühere Alltagsautos bis zu sportlichen Tourenwagen und Exoten. Der Automobilclub Hersbruck seinem mit Vorsitzenden Thomas Raum an der Spitze hatte sich nach längerer Pause wieder um einen Lauf in der ADAC-Retro-Berg-Serie zur deutschen Histo-Bergmeisterschaft beworben. Mit strengen Sicherheitsvorgaben genehmigt, ging die Veranstaltung bestens organisiert über die Bühne.

Kleiner Crash


Das konnte allerdings nicht verhindern, dass ein Teilnehmer beim Training zu viel Gas gab und in die Leitplanke schleuderte. Der Unfall ging glimpflich ab, verzögerte aber den Ablauf merklich, da dort die Strecke mit einer Schikane geändert werden musste. Danach gingen die Probeläufe von vorne los. Schließlich starteten die Teilnehmer in Minutenabständen auf die 3,2 Kilometer. 2000 Besucher säumten sie im gebotenen Sicherheitsabstand. Als alle im Ziel waren, rollten die Boliden im Konvoi auf der Rennstrecke zurück ins Fahrerlager. Dafür hatte die Gemeinde Happurg das Gelände beim Bauhof bereitgestellt. Dann folgte der zweite Durchgang. Nach der Auswertung stand das Team Wittmann aus Offenhausen, unterwegs mit Daimler Benz 190 E, als Gesamtsieger fest. Ihre Zeiten wichen um gerade drei Sekunden voneinander ab. Die Nürnberger Hereth/Schubert (Saab 96 V4) hielten mit sechs Sekunden gut mit; bei den Dritten Böhringer/Zschiesche aus Geislingen (Porsche 944) waren es auch nur 13 Sekunden.

Linns gut im Feld dabei


Die Mitinitiatoren Horst Linn sen. und jun., bekannt als Sammler und Aussteller von Oldtimern in ihrem Speedtreibhaus in Eschenfelden, hielten im ausgesuchten Feld von Spezialisten gut mit. Sie steuerten einen Renault R 5 beziehungsweise einen BSH Gordini.
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