Basketball
Brillianter Spielmacher

Einer der Besten: Bradley Wanamaker (rechts) will mit Bamberg in der Euroleague glänzen. Bild: dpa
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Bayern
30.12.2015
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Der Amerikaner Brad Wanamaker ist der große Fixpunkt im Spiel der Brose Baskets Bamberg. Mit dem deutschen Meister will der Point Guard in der Euroleague weiter für Furore sorgen. Sein großes Ziel ist aber ein anderes.

Bamberg. Das Lob kommt vom Trainer eines der größten Rivalen und hat damit ganz besonderes Gewicht. "Brad Wanamaker ist einer der drei besten Spieler, die je in der BBL gespielt haben. Wenn nicht sogar der beste", sagte ALBA Berlins Trainer Sasa Obradovic über den Point Guard der Brose Baskets Bamberg. "Ich habe keine Ahnung, was er in Europa macht."

Die Experten-Frage


Die Frage, warum Wanamaker immer noch in Bamberg und nicht längst schon in der NBA Basketball spielt, stellen sich Trainer, Fans und Experten Woche für Woche aufs Neue. Selten zuvor hat ein Spieler mit solchen Fähigkeiten in Deutschland gespielt. "Bradley hat unglaubliche Qualitäten", sagte auch Bayern Münchens Geschäftsführer Marko Pesic über den 26 Jahre alten Amerikaner.

In Bamberg sind sie vollkommen zurecht stolz darauf, dass Wanamaker nach einer überragenden Saison 2014/15 im Sommer seinen Vertrag um ein weiteres Jahr verlängert hat. "Dass wir Brad halten, hatte für uns oberste Priorität", sagte Bambergs Geschäftsführer Rolf Beyer. Dass der wertvollste Spieler der Saison noch ein weiteres Jahr für die Brose Baskets spiele, sei "ein großer Schritt in die richtige Richtung", sagte Sportdirektor Daniele Baiesi. Bis an die Decke strecken mussten sich die Bamberger, um den 1,93 Meter großen Aufbauspieler halten zu können. Schließlich war die zahlungskräftigere Konkurrenz aus Russland, Griechenland und der Türkei längst auf Wanamaker aufmerksam geworden. Doch der US-Boy entschied sich für ein weiteres Jahr im Frankenland und ist jeden Cent seines gut dotierten Vertrages wert.

In der Bundesliga liegen die Brose Baskets an der Tabellenspitze, in der Euroleague erreichten sie angeführt von ihrem brillanten Spielmacher frühzeitig die Zwischenrunde. Dort geht es nun gegen die richtigen Schwergewichte, den Anfang macht heute (20.45 Uhr/telekombasketball.de) das Gastspiel beim spanischen Renommierclub und Titelverteidiger Real Madrid.

"Das Beste vom Besten"


"Sie könnten mit dieser Mannschaft in der NBA spielen. Madrid ist das Beste vom Besten", lobte Bambergs Trainer Andrea Trinchieri das spanische Starensemble, das jüngst noch K.C. Rivers von Bayern München zurückholte. "Zwischen unseren beiden Mannschaften besteht ein Klassenunterschied und wir werden versuchen, diesen Unterschied mit allem, was wir haben, zu egalisieren."

Eine Schlüsselrolle wird Wanamaker zukommen, der sich zuletzt mit einer Erkältung herumplagte. Auf beachtliche 12,2 Punkte und 4,2 Assists kommt der Amerikaner bislang in der Königsklassen-Saison. Doch der Blick auf den Spielberichtsbogen ist für ihn nicht wichtig. "Meine eigenen Statistiken verfolge ich gar nicht", sagte der Absolvent der University of Pittsburgh, der über Stationen in der amerikanischen D-League, Frankreich und Italien nach Bamberg kam.

Dass er dort auch nach der laufenden Spielzeit noch aktiv sein wird, darf angesichts der starken Leistungen bezweifelt werden. Das große Ziel bleibt natürlich der Sprung in die NBA. "Die NBA ist weiter mein Traum", sagte der US-Boy. Doch zumindest bis zum Sommer kann man Wanamaker noch in der Bundesliga bewundern. Was auch ein Zeichen für die Entwicklung der BBL ist. "Früher konnte sich hier niemand so einen Spieler leisten", sagte ALBA-Coach Obradovic.
Früher konnte sich hier niemand so einen Spieler leisten.Sasa Obradovic, Coach ALBA Berlin
Die NBA ist weiter mein Traum.Bradley Wanamaker, Point Guard der Brose Baskets Bamberg
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