Das Derby der Derbys
Club will sich von Fürth nicht ärgern lassen

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Bayern
26.02.2016
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Das älteste deutsche Fußball-Derby zieht Franken mal wieder in den Bann - selbst der diplomatische Club-Coach Weiler erkennt "andere Gesetze" im Duell der ungeliebten Nachbarn.

Nürnberg. Ein "Spiel wie jedes andere" sei das Franken-Derby natürlich nicht, sagte René Weiler, einen solchen Kommentar "würde man mir wahrscheinlich übel nehmen". Seit etwas mehr als einem Jahr ist der Schweizer inzwischen Trainer des 1. FC Nürnberg, und in der Zeit hat selbst der zurückhaltend-analytische Ex-Profi aus Winterthur mitbekommen, welche Brisanz das älteste Derby im deutschen Fußball gegen die SpVgg Greuther Fürth immer wieder hat. Vor dem 260. Duell am Freitag (18.30 Uhr) steht für die Nürnberger mehr auf dem Spiel als oft zuvor: Neben dem Ende der peinlichen Sieglos-Serie gegen Fürth zählen für den FCN tatsächlich vor allem drei Punkte im Kampf um die Rückkehr in die Bundesliga.

Nach einem verhaltenen Zweitliga-Saisonstart hat sich der Club Ende 2015 tatsächlich wieder nach oben gekämpft in der Tabelle, auf Platz drei ist der neunmalige deutsche Meister in Schlagdistanz zur direkten Aufstiegszone. Zwei Unentschieden zuletzt haben den Lauf etwas gebremst - umso wichtiger wird nun das Derby. "Da wird einem nichts geschenkt, wir wissen, was uns erwartet", sagte Coach Weiler.

Die Truppe um Torwart-Oldie Raphael Schäfer spielt nicht nur gegen die wenig geliebten Nachbarn, sondern auch gegen eine schwarze Serie: Seit November 2008 ist dem Club kein Derbysieg mehr gelungen, aus der damaligen Startelf ist nur noch Schäfer übrig. "Es ist sicher auch an der Zeit, dass wir wieder einmal ein Derby gewinnen", meinte Weiler.

Das sehen die Fürther naturgemäß anders und gefallen sich in ihrer Rolle als Nürnberger Derby-Schreck. In der aktuellen Tabelle haben die elftplatzierten "Kleeblätter" die Spitze schon aus den Augen verloren, kleine Provokationen in Richtung Nürnberg erlauben sie sich dennoch. "Ich glaube, die haben schon immer so ein bisschen die Hosen voll, wenn sie gegen uns spielen", wurde etwa Niko Gießelmann zitiert. "Das hat man die letzten Jahre gesehen."
Ich glaube, die haben schon immer so ein bisschen die Hosen voll, wenn sie gegen uns spielen.Der Fürther Niko Gießelmann vorm Derby gegen den Club
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