Eishockey
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Bayern
11.05.2016
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Straubing. Nach dem Rückzug des EHC Klostersee liegt die Ligenstärke der Oberliga Süd aktuell bei nur noch zehn Mannschaften. Aus Deggendorf und auch anderen Eishockey-Standorten wurden bereits erste Bedenken bezüglich der Planungssicherheit für die kommende und die folgenden Spielzeiten laut. Im Vergleich zu einer Ideal-Liga mit zwölf Teams fehlen für die Saison 2016/17 aktuell die Einnahmen von vier Heimspielen. "Ich kann die Ängste und Unsicherheit der Clubs verstehen, allerdings läuft das Lizenzierungsverfahren ohnehin bis Ende Mai und mit zehn Mannschaften lässt sich spielen", sieht DEB-Vizepräsident Marc Hindelang zwar Handlungsbedarf, jedoch noch kein Weltuntergangsszenario.

"Außerdem sind wir nicht untätig. Nicht erst seit dem offiziellen Rückzug von Klostersee verfolgen wir einen Gedanken", bestätigt Hindelang bei "Eishockey News online". Das Club-Wegbrechen im Süden werde vom Verband durchaus ernstgenommen. Zuletzt kursierten Gerüchte um einen Einstieg der zweiten Mannschaft des österreichischen Clubs Red Bull Salzburg. Dies sei in dieser Form jedoch nicht ganz korrekt. Vielmehr gehe es laut Hindelang um die Umsetzung eines schon länger geplanten Projekts: "Der Grundgedanke ist, dass wir die deutsche U20-Nationalmannschaft in einen Ligenspielbetrieb integrieren. Allerdings würden uns für ein komplettes Team höchstwahrscheinlich die Spieler fehlen, da ein Großteil der Jungs bereits bei anderen Clubs in DEL, DEL2 oder Oberliga unter Vertrag stehen." Zudem brauche man einen Standort, an dem gespielt und trainiert werden kann. "Daher sind wir mit Salzburg und dem österreichischen Verband in Gesprächen, ein Team, das je zur Hälfte aus deutschen und österreichischen U20-Spielern besteht, in einer deutschen Liga an den Start gehen lassen, in der ein Platz frei ist."

Zwar gelte es noch sportlich zu analysieren, ob ein solches Team in der Oberliga wettbewerbsfähig sei. Auch weitere Details, wie die Ausländerregelung, die Teilnahme an den Play-offs oder das Aufstiegsrecht seien noch zu klären. Allerdings soll das Vorhaben schnellstmöglich umgesetzt werden. "Es darf keine Panik-Aktion geben. Wir haben Regeln und an die gilt es sich zu halten. Aber wir haben im deutschen Eishockey keine Zeit zu verlieren", unterstreicht Hindelang die Dringlichkeit.
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