Frauen-Nationalmannschaft
Glückliche Sara zwei Mal im Pech

Sara Däbritz (Nummer 13) versucht sich gegen die Österreicherin Nina Burger durchzusetzen. Däbritz vergab kurz vor Schluss zwei gute Chancen. Deutschland siegte dennoch mit 4:2. Bild: Bernd Müller
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Bayern
24.10.2016
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Regensburg. Natürlich gab es für sie den größten Applaus: Als Sara Däbritz kurz nach der Pause eingewechselt wurde, begrüßten sie die Fans schon mit Standing Ovations. "Es war wunderschön, hier in der Continental-Arena zu spielen", sagte die 21-jährige Oberpfälzerin dann auch nach dem Spiel in Regensburg. Mit 4:2 (2:0) besiegte die deutsche Frauenfußball-Nationalelf am Samstag Österreich und zeigte vor den 9459 Zuschauern ein ansehnliches Spiel - mit kleinen Durchhängern. Vor der Partie waren die langjährige Bundestrainerin Silvia Neid sowie die Spielerinnen Saskia Bartusiak, Annike Krahn und Melanie Behringer verabschiedet worden. Däbritz hat dagegen noch viele Jahre vor sich.

In Regensburg Olympiasiegerin hatte die Olympiasiegerin dabei jede Menge Unterstützung: "Ich glaube, aus Ebermannsdorf war ein ganzer Bus da", berichtete sie. Viele Freunde und Fans feuerten sie an. "Die Oma ist aber zu Hause geblieben. Die hat sich das Spiel sicherlich am Fernseher angeschaut."

Verärgert, dass sie bei ihrem "Heimspiel" zunächst auf der Bank Platz nehmen musste, war Däbritz überhaupt nicht: "Das war ein Testspiel. Wir haben einen sehr breiten Kader, da kommt jede mal dran", erklärte sie. Steffi Jones bei ihrem ersten Heimspiel als Bundestrainerin insgesamt sechs Olympiasiegerinnen von Rio aufs Feld geschickt. Und da Däbritz auch in Brasilien großen Anteil an Gold hatte, ist sie jetzt fast schon so etwas wie das Gesicht der deutschen Nationalelf: Bei vielen Interviews muss sie ran, beim Fernsehen ist die hübsche Oberpfälzerin immer gefragt, und auch in der Mixed-Zone war sie in Regensburg begehrte Interviewpartnerin. Und dabei erzählte sie auch, dass sie nach dem Olympiasieg von Rio überhaupt keine Motivationsprobleme hatte, wieder neu anzugreifen: "Es gibt genügend weitere Ziele. Im nächsten Jahr steht die Europameisterschaft in Holland an."

Für dieses Turnier war auch das Länderspiel am Samstag gegen den EM-Teilnehmer Österreich ein guter Test: Die Deutschen kombinierten in den ersten 30 Minuten sehr gefällig. Vor allem die junge Svenja Huth (Turbine Potsdam) machte ordentlich Dampf, legte das 1:0 und 2:0 für Anja Mittag auf. Dann folgte der Bruch, und Österreich glich aus. Vor dem 2:2 hatte die mittlerweile eingewechselte Däbritz den Ball verloren: "Das kann passieren, das ist Fußball", merkte sie an. Viel mehr ärgerte sie, dass sie kurz vor Schluss zwei dicke Möglichkeiten vergeben hatte. "Einen davon hätte ich machen müssen", sagte die Offensivspielerin. Immerhin hatten da Verena Faißt und Lena Petermann schon auf 4:2 gestellt. Insgesamt sei es eine schönes Spiel für sie gewesen, meinte die Oberpfälzerin, "auch weil einige Teamkolleginnen vom FC Bayern bei Österreich spielen". Und, weil es daheim doch am schönsten ist. Da ging sie beim Heimspiel auch gerne in die "Verlängerung": Familie und Freunde warteten vor der Arena ...

Ich glaube, aus Ebermannsdorf war ein ganzer Bus da.Sara Däbritz
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