Fußball
Benfica kein Freilos

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Bayern
05.04.2016
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Auf den FC Bayern wartet die nächste große Prüfung. Außenseiter Benfica Lissabon besticht durch eine starke Abwehrreihe und ein tolles Sturmduo. Guardiola setzt auf einen Schlüsselspieler mit besonderer Energie. Als Warnung dient ein Vorjahreserlebnis.

München. Zum schönen Bayern-Jubiläum will Pep Guardiola mit aller Macht auf Triple-Kurs bleiben. In seinem 150. Pflichtspiel mit dem deutschen Fußball-Meister möchte der Starcoach schon im Hinspiel gegen Benfica Lissabon den Grundstein für sein drittes Halbfinale mit den Münchnern in der Champions-League legen. Allerdings erwartet der Katalane eine knifflige Aufgabe, gerade gegen das Abwehrbollwerk von Portugals Champion. "Die Viererkette von Benfica ist vielleicht die beste in Europa im Moment", schwärmte Guardiola am Montagabend über den Gegner, der aber keineswegs defensiv ausgerichtet sei.

"Jeder Sieg zu Null" sei ein gutes Ergebnis, gab Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge die Richtung für das erste Duell am Dienstag (20.45 Uhr/Sky) vor. Von einem "Freilos" aber wollen weder Rummenigge noch Guardiola etwas wissen. "Es wird sehr hart, das Halbfinale zu erreichen", sagte der Katalane voraus. "Benfica hat eine super Mannschaft." Die Historie steht dem entgegen: 4:1, 4:1, 5:1 lauten die Ergebnisse für den FC Bayern bei den bisherigen drei Gastspielen von Benfica in München.

Bloß kein Gegentor


Es wäre ein "großer Fehler", nur an das Toreschießen zu denken, mahnte Guardiola. Bloß kein Gegentor, lautet auch für Torhüter Manuel Neuer die erste Devise. "Wir wollen zu Null spielen und gewinnen", sagte der Weltmeister und warnte: "Wir müssen aufpassen." Benfica verfügt in dem Griechen Kostas Mitroglu und dem Brasilianer Jonas über ein exzellentes Angriffsduo. "Sie haben zusammen 48 Tore erzielt", erwähnte Neuer.

Trotzdem spricht wenig dafür, dass das Münchner Ensemble um den wiedererstarkten Franck Ribéry in dieser Runde scheitern könnte. "Wir werden den Gegner nicht unterschätzen. Wir haben eine erfahrene Mannschaft, die schon viele große Duelle auf europäischer Ebene hatte", erklärte Bayern-Kapitän Philipp Lahm.

Ähnlich sah es vor einem Jahr aus. Auch damals ging es in der Runde der letzten Acht gegen den Meister aus Portugal. Erst aufgeschreckt durch ein 1:3 im Hinspiel beim FC Porto wendeten die Bayern durch ein spektakuläres 6:1 im eigenen Stadion noch das Blatt, erreichten das vierte Halbfinale nacheinander. "Das ist eine Warnung. Nach dem Spiel in Porto war das Lamento groß", erinnerte Rummenigge.

Frischer Wind durch Ribéry


Zwar müssen die Münchner weiterhin auf Arjen Robben wegen mysteriöser Adduktorenprobleme verzichten, dafür nähert sich Ribéry großer Form. "Man sieht, welchen frischen Wind er in das Spiel von Bayern München bringt", bemerkte Neuer. Die beim 1:0 gegen Frankfurt lange oder ganz geschonten Kingsley Coman, Douglas Costa und Arturo Vidal sollten wieder Kraft getankt haben.

Den kampfstarken Vidal ernannte Guardiola zu einem Schlüsselspieler. "Er ist ein Spieler, der die anderen ansteckt mit seiner Energie." Dazu winkt Javi Martínez nach seinem Bundesliga-Comeback die Rückkehr in die Champions-League-Startelf. "Javi ist ein Spieler mit einer großen Mentalität", schwärmte Guardiola. Zudem könnte Martínez mit seiner Kopfballstärke helfen.
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