Fußball-Bundesliga
Aus auf der Schanz - Kauczinski muss gehen

Ratlos, hilflos und jetzt ohne Job: Markus Kauczinski ist nicht mehr Trainer in Ingolstadt. Bild: dpa
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Bayern
07.11.2016
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Der FC Ingolstadt zementiert seinen Platz im Tabellenkeller der Fußball-Bundesliga - für Trainer Markus Kauczinski ist die Heimniederlage gegen Augsburg zu viel. Der Coach muss nach wenigen Monaten auf der Schanz wieder gehen. Einen Nachfolger gibt's zunächst nicht.

Ingolstadt. (dpa/mr) Nach dem historisch erfolglosen Kurz-Auftritt von Markus Kauczinski soll ein neuer Coach den FC Ingolstadt vor dem Abstieg retten. Nur 126 Tage nach seinem ersten Training in Oberbayern musste Kauczinski beim Fußball-Bundesligisten schon wieder gehen - das ernüchternde 0:2 (0:0) im Derby gegen den FC Augsburg am Samstag war eine Pleite zu viel. Acht Niederlagen in zehn Partien, zwei mickrige Pünktchen und Tabellenrang 17 ließen den Bossen keine Wahl. "Heute sind wir zu dem Entschluss gekommen, dass es für den FC Ingolstadt 04 das Beste ist, einen Neuanfang zu machen", sagte Geschäftsführer Harald Gärtner am Sonntag.

Dem rasanten Aufstieg unter Ralph Hasenhüttl folgte beim kleinen FCI seit etlichen Wochen ein beispielloser Abwärtstrend. Gegen diesen fand Kauczinski kein Mittel. Wer sich an der Wende im Kampf um den Klassenverbleib versuchen darf, blieb zunächst offen. "Wir werden nun mit möglichen Kandidaten für den Cheftrainerposten sprechen und wollen einen Fußballlehrer für uns gewinnen, der diese sportliche Herausforderung annehmen möchte und darauf brennt, das Team zurück in die Erfolgsspur zu führen", verkündete Sportdirektor Thomas Linke.

Sollte bis Dienstag kein Trainer überzeugt werden, werde man auf "eine temporäre, interne Interimslösung" zurückgreifen, hieß es. Ein Kandidat ist etwa Michael Henke, der unter Hasenhüttl Co-Trainer war und inzwischen für internationale Beziehungen beim Club zuständig ist.

Verzweiflung bei Brégerie


Die Ablösung war eigentlich schon am Samstag nach der Partie aus den Sätzen herauszulesen. Gärtner sagte zwar besänftigend Richtung Kauczinski, er habe keine Mannschaft gesehen, die sich schon aufgegeben habe, um dann sogleich ein vernichtendes Urteil zu fällen: "Ich wünschte mir aber, dass die Spieler in der ein oder anderen Situation mutiger agieren würden." Es war aber auch nicht zu übersehen, dass dem Team einfach die Klasse fehlt. "Wir haben gekämpft, einfach alles probiert", war Romain Brégerie, der Innenverteidiger, schon fast etwas verzweifelt: "Es fehlen aber einfach ein paar Dinge." Die paar Dinge wird jetzt Kauczinski nicht mehr herauskitzeln können. "Ich kann das alles nicht beeinflussen", sagte er noch zu seiner Zukunft. In Ingolstadt hat er keine mehr.

Heute sind wir zu dem Entschluss gekommen, dass es für den FC Ingolstadt 04 das Beste ist, einen Neuanfang zu machen.FCI-Geschäftsführer Harald Gärtner
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