Fußball-Bundesliga
Frust-Löscher: Die Bayern auf dem Oktoberfest

Auf das 1:1-Heim-Unentschieden gegen den 1. FC Köln werden Carlo Ancelotti (links) und Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge nicht angestoßen haben. Das Remis am Samstag war ärgerlich, dennoch war die Stimmung bei den Bayern am Sonntag auf der Wiesn gut. Bild: dpa
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Bayern
04.10.2016
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Den jährlichen Oktoberfestbesuch ließen sich die Bayern von zwei Sieglos-Spielen dann doch nicht verderben. Nach der Pleite bei Atlético Madrid und dem Lapsus gegen Köln sind die Bayern aber gewarnt.

München. Carlo Ancelotti und Karl-Heinz Rummenigge stießen auch ohne Sieg gerne mit einer frisch gezapften Wiesn-Maß an. Beim traditionellen Oktoberfestbesuch ließen sich die Bayern die Laune nicht von der Pleite bei Atlético Madrid und dem Heimpatzer gegen den 1. FC Köln verderben. "Wir können auf andere Gedanken kommen, der Termin passt wunderbar", sagte Weltmeister Thomas Müller nach dem verdauten "Frust" vom 1:1 (1:0) gegen die Rheinländer. Beim Prosit durfte sich der deutsche Fußball-Meister immerhin über den Dortmunder Ausrutscher freuen. "Leverkusen hat uns mit dem Sieg doch noch einen ganz guten Abend beschert", sagte Müller - und lächelte schon wieder.

Spaß machten den Münchnern nach dem Traumstart von zuvor acht Siegen dagegen die jüngsten beiden Spiele nicht. "Für mich ist es kein Wunder, dass man Punkte liegen lässt, wenn man nicht 100 Prozent gibt", monierte Manuel Neuer. Der Welttorhüter selbst sah beim Ausgleichstreffer von Anthony Modeste (63.) schlecht aus: "Man darf sich nicht zu sicher sein, dass man hier mit 95 Prozent einfach deutscher Meister wird." Nach dem 0:1 bei Atlético rügte Abwehrchef Jérôme Boateng schon das Abwehrverhalten der Offensivkräfte und den Spielaufbau, jetzt appellierte Neuer an das Star-Ensemble. "Wir sind weit davon entfernt, ein Problem zu haben", stellte aber Vorstandschef Rummenigge klar. Kapitän Philipp Lahm pflichtete bei: "Wir sind Tabellenführer. Es ist alles im Soll." Anlass für Alarmstimmung gibt es nicht. Aber die Signale sollte Ancelotti registrieren: Die Münchner sind hinten anfällig, vorne nicht zielstrebig und präzise genug.

In Käfers Wiesn-Schänke ließ sich Ancelotti zusammen mit Ehefrau Mariann Breze und Obazda schmecken. "Die Stars genossen im Promi-Zelt das familiäre Miteinander bei "lecker Essen, lecker Trinken", wie Neuzugang Mats Hummels sagte. "So ein Treffen ist sehr positiv. Man kann in lockerer Atmosphäre mal über andere Sachen quatschen als über Training oder über Fußball."
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