Fußball
FC Eintracht Bamberg droht das Aus

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Bayern
19.03.2016
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Bamberg. Der FC Eintracht Bamberg 2010 ist in finanzielle Schieflage geraten. Im schlimmsten Fall droht dem Verein die Insolvenz. FCE-Interimspräsident Jörg Schmalfuß hat einen Schuldenstand, hochgerechnet auf den 30. Juni 2016, von 440 000 Euro bestätigt. Nun ist der Spielbetrieb bedroht. Unter Umständen muss das Team aus der Wertung der Bayernliga Nord genommen werden und wäre dann erster Absteiger.

Wie es weitergeht, ist offen. Wahrscheinlich bleibt den Verantwortlichen nichts anderes übrig, als den Weg zum Insolvenzgericht anzutreten. In einer außerordentlichen Versammlung am Donnerstagabend wurden die anwesenden 150 Mitglieder über den Stand der Dinge unter Ausschluss der Medien informiert.

Dem FC Eintracht Bamberg 2010, der vor sechs Jahren nach einer Insolvenz neu gegründet worden ist, droht nun das gleiche Schicksal wie dem Vorgänger-Klub. Anfang März war der seit der Gründung 2010 im Amt befindliche Vorstandsvorsitzende Mathias Zeck von seinem Posten zurückgetreten. Kommissarisch wird der Verein von seinem bisherigen Stellvertreter Jörg Schmalfuß geleitet. Der informierte nun am Donnerstagabend die schockierten Mitglieder. Die Entscheidung über einen Insolvenzantrag ist zwar noch nicht endgültig getroffen, vieles deutet aber darauf hin.

"Wir werden am Samstag in Forchheim antreten. Allerdings müssen alle mit ihren Privatwagen dorthin fahren. Einen Bus gibt es nicht mehr", sagte FCE-Trainer Petr Skarabela wissen. Der befürchtet, dass das Derby in Forchheim das letzte Spiel sein könnte. Spieler und Trainer sind bereits seit Jahresbeginn nicht mehr bezahlt worden. Sie wurden am Donnerstag darüber informiert, dass seitens des Vereins keine weiteren Gehaltszahlungen mehr erfolgen.

Kann der Spielbetrieb nicht aufrechterhalten werden, werden die Spiele des FC Eintracht aus der Wertung genommen. Es sei denn, die Bamberger können - dann wohl teils aufgefüllt mit Spielern aus der Zweiten Mannschaft - in den verbleibenden zwölf Partien das dreimalige schuldhafte Nichtantreten verhindern.

"Ziel ist es, den Spielbetrieb aufrechtzuerhalten, die Saison zu Ende zu spielen, und dann in der nächsten Saison einen Neustart in der Landesliga machen zu können", erklärte Schmalfuß: "In der nächsten Woche werden wir uns beraten, wie's weitergeht."
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