Fußball
Finnbogason gefeierter Retter

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Bayern
25.04.2016
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Blitztor Finnbogason, Saisonpremiere Altintop - und der FC Augsburg ist die größten Abstiegssorgen los. Eine neue Effektivität im Angriff und eine wiederbelebte Stärke in der Defensive machen den Unterschied. Ein Dauer-thema rückt kurz in den Hintergrund.

Wolfsburg. Wo stünde der FC Augsburg nur ohne diesen Alfred Finnbogason. Auf dem Weg zum Klassenverbleib bejubelte Islands Fußball-Nationalspieler sein fünftes Tor in den vergangenen sechs Spielen und sorgte auch noch für den schnellsten FCA-Treffer in fünf Jahren Bundesliga-Historie. "Mit dem dritten Sieg in Serie können wir sehr zufrieden sein. Jetzt brauchen wir noch ein paar Punkte, um ganz sicher zu sein. Ich bin zuversichtlich, dass wir diese auch noch holen werden", erklärte die Leihgabe von Real Sociedad San Sebastián nach dem 2:0 beim VfL Wolfsburg

Drei Siege als Rückenwind


2:1 gegen Werder Bremen, 1:0 gegen den VfB Stuttgart und jetzt der Erfolg gegen den Champions-League-Viertelfinalisten durch Treffer von Finnbogason (46 Sekunden) und Halil Altintop (57. Minute). "Neun Punkte aus den letzten drei Spielen, dabei die wichtigen drei Punkte heute. Das gibt nochmal Rückenwind für die letzten Spiele", hob Trainer Markus Weinzierl hervor. Wie in der Hinserie, als der FCA am zwölften Spieltag noch Schlusslicht war, holt sich das Weinzierl-Team wieder in der zweiten Rundenhälfte die Siege.

Neben großer Effektivität im Angriff haben die Schwaben dabei eine alte Stärke wiederbelebt: Die Stabilität in der Defensive. "Wir verstehen es momentan sehr, sehr gut zu verteidigen", lobte Altintop, der nach 28 Spielen oder über 31 Stunden wieder in der Bundesliga traf. Sein erstes Saisontor. "Wir wussten, dass die Wolfsburger hinter den eigenen Erwartungen liegen und nicht vor Selbstvertrauen strotzen. Das wollten wir ausnutzen", sagte Altintop. "Jetzt wollen wir gegen Köln nachlegen." Am Freitag geht es weiter.

Während Altintop ein fast schon vergessenes Glücksgefühl genoss, sind Tore von Finnbogason aktuell Standard. Im Sommer 2014 hatte sich der Isländer mit der Empfehlung von 53 Toren in 62 Eredivisie-Spielen vom SC Heerenveen in Richtung San Sebastian verabschiedet. In Spanien setzte er sich nicht durch und nach einer Hinrunde als Leihspieler von Olympiakos Piräus sucht und findet der sprachbegabte Angreifer sein Glück nun beim FCA. "Ich habe das Vertrauen von Verein und Trainer", sagte der 27-Jährige, "und dann glaube ich, dass ich immer ein Tor machen kann." Ein Verbleib über den Sommer hinaus zeichnet sich ab.

Mit 36 Punkten nach 31 Spieltagen und fünf Zählern Vorsprung auf den Relegationsrang hat sich der FCA aus dem größten Schlamassel befreit. Bitter war dabei für die Gäste allerdings, dass sich der gerade genesene Kapitän Paul Verhaegh und Mittelfeldstratege Daniel Baier verletzten. "Dass sind die negativen Dinge, die wir heute verkraften müssen", konstatierte Weinzierl.
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