Fußball
Frankenduell zwischen Nürnberg und Würzburg

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Bayern
18.11.2016
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Rechtzeitig zum Franken-Duell gegen die Würzburger Kickers bieten sich dem 1. FC Nürnberg mehr personelle Alternativen. Um die Vorherrschaft in der Region geht es aber weder dem Club noch dem Aufsteiger. Stattdessen überschütten sich beide mit Lob.

Nürnberg. Von seinem Selbstverständnis her ist der 1. FC Nürnberg die klare Nummer eins in Franken. Keine Frage. Eigentlich zumindest sogar ein bisschen mehr. Nach dem Nachbarschaftsduell gegen den starken Emporkömmling Würzburger Kickers am Freitag (18.30 Uhr/Sky) will der neunmalige Deutsche Meister auch in der Tabelle der 2. Fußball-Bundesliga diesen Status wieder übernehmen. Das ist aber nur eine Randerscheinung für die Nürnberger. "In erster Linie ist das ein Spiel, in dem wir drei Punkte holen können. Wir wollen gewinnen und unseren erfolgreichen Weg fortführen", versicherte Trainer Alois Schwartz vor dem Auftakt zum 13. Spieltag.

Gelegene Pause


Nach 16 Punkten aus den vergangenen sechs Partien hat der "Club" wieder den Anschluss an die obere Tabellenregion hergestellt. Längst hat er Erinnerungen an die vergangene Saison geweckt, als ebenfalls nach einem miesen Start noch der Sturm auf den dritten Rang am Saisonende glückte - mit verpatzter Relegation inklusive.

Schwartz und seiner von Blessuren gezeichneten Mannschaft kam die Länderspielpause zugute. Vor allem in der Defensive bieten sich dem 49-Jährigen wieder mehr Möglichkeiten. "Georg Margreitter hat gute Schritte gemacht, genauso Hanno Behrens, der schmerzfrei trainiert hat und Dave Bulthuis, der jetzt wieder zurückkehrt", berichtete Schwartz. Behrens (Schulter) sei wieder eine "große Überlegung", Bulthuis (Oberschenkel) "auf jeden Fall im Kader", bei Margreitter (Syndesmoseband) indes habe er ein wenig die Sorge vor einer Folgeverletzung. "Wir werden wieder größer in der Herde."

Die Frage nach der Vormacht in der Region kümmert auch Würzburgs Trainer Bernd Hollerbach nicht. "Für uns geht es nicht darum, die Nummer eins in Franken zu sein. Wir wollen so schnell wie möglich die 40-Punkte-Marke knacken, das ist unser Ziel", sagte der 46-Jährige. Mit 20 Zählern steht sein Überraschungsaufsteiger bereits jetzt hervorragend da - und dazu noch vor dem 1. FC Nürnberg.

Chance suchen


"Ich sehe Würzburg als sehr, sehr stabilen Aufsteiger, der sehr kompakt steht, der sehr lauf- und zweikampfstark ist und vorne effektiv agiert", lobte FCN-Coach Schwartz. Hollerbach seinerseits hält sich mit Schmeicheleien auch nicht zurück und sieht den Club am Ende der Saison oben in der Tabelle. "Sie haben individuell klasse Spieler. Wir haben dementsprechend Respekt, wollen aber wieder unser Spiel durchdrücken und unsere Chance suchen."

Davon ist auch Peter Kurzweg überzeugt, der zuletzt beim 1:0 gegen den FC St. Pauli so erfrischend aufspielte. "Der Club hat Qualität, wir müssen wachsam sein", sagte er. "Wir wollen aber mutig spielen und nicht schüchtern sein."
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