Fußball
"Geiles Derby" mit klaren Forderungen

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Bayern
12.09.2016
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Nürnberg/München. Alois Schwartz weiß, dass er mit dem 1. FC Nürnberg im brisanten Derby gegen den TSV 1860 München unbedingt liefern muss. Zwei Wochen schleppten die Club-Profis und ihr neuer Trainer die heftige Klatsche von Braunschweig mit sich herum. "Nach einem 1:6 kann man natürlich nicht einfach so zum Alltag übergehen", berichtete Schwartz. Der 49-Jährige formulierte für das Topspiel der 2. Fußball-Bundesliga am Montag (20.15 Uhr/Sport1 und Sky) ein klares Ziel: "Wir wollen nach dem Spiel vor 1860 stehen."

Das kann nur mit einem Sieg gelingen. Denn mit zwei Punkten aus drei sieglosen Partien rangieren die Franken in der Tabelle hinter den mit vier Zählern ordentlich gestarteten "Löwen". Die runderneuernten Sechziger mit ihrem neuen Coach Kosta Runjaic wollen aber gleichfalls im Frankenstadion nachlegen. "Wir müssen auch mal auswärts gewinnen, am besten gleich in Nürnberg", fordert Kapitän Stefan Aigner.

Dann hätten die "Löwen", die an den ersten vier Spieltagen gleich dreimal auswärts antreten müssen, einen Topstart hingelegt, wie Aigner betonte. 1860 brennt auf die Prüfung vor rund 30 000 Zuschauern, die erwartet werden. "Die Spiele am Montagabend sind immer geil", meinte Mittelfeldspieler Daniel Adlung, der als gebürtiger Fürther besonders heiß auf die Dienstreise nach Franken ist.

Schwartz will derweil ein Club-Team auf dem Rasen sehen, das ganz anders agiert als beim Untergang in Braunschweig. Es soll "kompakt stehen, als Einheit auftreten und aggressiv agieren", forderte der schon früh unter Druck stehende Coach. In der Abwehr muss er Georg Margreitter ersetzen. Der Innenverteidiger aus Österreich zog sich eine Syndesmosebandverletzung zu und ist bereits operiert worden. Für ihn stehen entweder der 27 Jahre alte norwegische Nationalspieler Even Hovland und die erst 19 Jahre alte Nachwuchskraft Lukas Mühl im Team. Im Angriff dürfte Schwartz neben Guido Burgstaller auf Neuzugang Tim Matavz vom FC Augsburg setzen.

Die "Löwen" reisen entschlossen ins Frankenland. "Wir haben sehr intensiv gearbeitet", berichtete Adlung über die Länderspielpause. "Wir sind sehr gut vorbereitet. Wir müssen konzentriert unseren Plan umsetzen", sagte der Franke.
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