Fußball
Guardiola geladen

Bayern-Trainer Pep Guardiola (rechts), der die Münchner nach Saisonende verlässt, ist vorerst das Lachen vergangen. Neben ihm Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge. Bild: dpa
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Bayern
30.01.2016
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Den Bayern-Maulwurf kennt Pep Guardiola nicht, aber der Katalane widerspricht dem anonymen Star energisch. Die Stimmung ist gut, das Gewicht zur Zeit perfekt. Rummenigge sichert bis zum "letzten Arbeitstag die ganze Unterstützung" zu.

München. Pep Guardiola war geladen. Energisch widersprach der katalanische Startrainer den Gerüchten über miese Stimmung beim FC Bayern, stellte wiederholt Fragen in die Presserunde - wie gerne hätte er nur über Fußball geredet. "Wo ist das Problem?", fragte der Katalane vor dem Bundesligaspiel am Sonntag gegen 1899 Hoffenheim. "Welcher Spieler ist der anonyme Spieler, wo spielt dieser Anonymus?", sagte Guardiola mit Blick auf den nicht namentlich zitierten Spieler, der Quelle für die Spekulationen war.

"Die Stimmung ist gut. Du kannst nicht in der Hinrunde gewinnen und nur eine Niederlage haben, wenn die Stimmung nicht gut ist", betonte der 45-Jährige mit ruhiger Stimme, aber wirkte trotzdem gereizt. "Hier, in Timbuktu, in Afrika, in Australien überall: Wenn ein Spieler nicht spielt, ist er ein bisschen traurig, enttäuscht. Das ist normal. Aber die Stimmung ist gut."

Kein "top, top" oder "super, super" kam dem Spanier am Freitag über die Lippen, Guardiola bezog jedoch ausdauernd zu allen Gerüchten Stellung. "Aber am wichtigsten ist, die Spieler trainieren gut", betonte Guardiola, auf den der Druck in dieser Rückrunde riesengroß ist. Denn es geht nicht nur um Titel für die Münchner, sondern auch um seine Reputation als einem der weltbesten Trainer.

Dass weitere Maulwurf-Aktionen ausbleiben, erwartet Guardiola nicht. "Ich habe im ersten Jahr gemerkt, dass wenn ich eine Besprechung hatte, es am nächsten Tag in den Medien stand", sagte der Spanier. Er weiß, dass er letztlich nur am Abschneiden in der Königsklasse gemessen wird. Übergewicht oder unnötige Privattrips der Stars passen da nicht in das Konzept des Trainers.

Die sportlichen Fragen vor der Partie gegen Hoffenheim, das in sieben Spielen in München in der Allianz-Arena nur einmal punktete, als Bayern 2014 schon Meister war, geraten fast schon in den Hintergrund. Im ersten Spiel nach der schweren Verletzung von Jérôme Boateng muss Guardiola in der Defensive improvisieren. Holger Badstuber und Javi Martínez werden in der Innenverteidigung erwartet. "Jetzt wollen wir auch für Jérôme weitersiegen", erklärte Badstuber vor dem 500. Spiel in der Allianz-Arena.
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