Fußball
Jahn möchte hertha ärgern

Wenn die Jahn-Spieler gegen Hertha ebenfalls jubeln können wie hier Marco Grüttner und George Jann nach dem 2:0 gegen Halle, dann stehen sie in der ersten Pokalrunde vor einer Überraschung. Bild: bwr
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Bayern
20.08.2016
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Als Aufsteiger an die Tabellenspitze: Jahn Regensburg sorgt in der 3. Liga für Furore. Das Pokalspiel gegen Hertha kommt da gerade recht. Für die Berliner steht bereits Einiges auf dem Spiel.

Regensburg. Den Respekt eines gestandenen Bundesligisten hat sich Außenseiter SSV Jahn Regensburg bereits erarbeitet. "Das wird schwierig, für die Regensburger ist das wie ein Finale", sagte Herthas Stürmer Salomon Kalou vor dem Gastspiel der Berliner in der Oberpfalz am Sonntag (18.30 Uhr) . In die Serie der aktuellen Erfolge würde eine Überraschung des Jahr in der ersten Runde des DFB-Pokals gegen die Hauptstädter jedenfalls gut passen. Nach dem Aufstieg in die 3. Liga startete Regensburg dort sofort durch und steht nach vier Partien unverhofft an der Tabellenspitze.

Für Trainer Heiko Herrlich ist der exzellente Start kein Grund für Übermut oder Selbstzufriedenheit. "Das wäre das Falscheste, was wir tun können", mahnte der Ex-Profi. Dabei hat seine Mannschaft zuletzt bewiesen, wie schnell sie sich an die neue Liga gewöhnt hat. Beim FSV Frankfurt, der im Vorjahr noch zwei Klassen höher als der Jahn spielte, holten die Regensburger beim 1:1 einen Punkt.

Der ehemalige Stürmer Herrlich, der den Jahn seit dem vergangenen Dezember betreut, hat eine junge und ambitionierte Mannschaft aufgebaut, die erstmals seit 13 Jahren in die 2. Pokalrunde einziehen möchte. "Wir wollen versuchen, es der Hertha so lange wie möglich schwer zu machen. Dafür müssen wir gut verteidigen, aber auch den ein oder anderen offensiven Nadelstich setzen", sagte der Regensburger Trainer. Er kenne natürlich auch die Stärken der Hertha, die aus rein sportlicher Sicht "kein gutes Los" für den Jahn darstelle.

Auf Glück angewiesen


"Es ist ein Spiel David gegen Goliath, in dem unsere Chance bei einem Prozent liegt. Es wäre nur dann etwas möglich, wenn wir 110 Prozent leisten und die Hertha gleichzeitig einen ganz schlechten Tag erwischt", erklärte Herrlich bescheiden. Zudem sei man auf den Faktor Glück angewiesen. Dennoch stellt die Pokalpartie für den 44-Jährigen ein "absolutes Highlight" dar. Es soll ein großer Pokalabend werden. "Mir ist wichtig, dass wir als Team auftreten, dass einer für den anderen läuft", betonte Herrlich.

Die Berliner erwartet noch vor dem Bundesligastart eine Woche später eine richtige Drucksituation. Nachdem die Elf von Trainer Pal Dardai bereits die Qualifikation für die Europa-League gegen Bröndby verspielt hat, soll ein weiteres böses Erwachen gegen einen unterklassigen Gegner im Pokal dringlich verhindert werden.

Die Partie sei enorm wichtig und müsse ernsthaft angegangen werden, betonte Stürmer Kalou. Herrlich merkte zum Gegner an: "Trotz des Ausscheidens ist die Qualität im Kader enorm hoch." Für ihn seien die Hauptstädter "ein ambitionierter Bundesligist".

In der Vergangenheit war die Hertha in dem Wettbewerb, bei dem eine Endspielteilnahme mit einem Heimspiel im Olympiastadion belohnt werden würde, immer mal wieder an einer frühen, vermeintlich leichten Hürde gescheitert. Zuletzt waren unter anderem Wormatia Worms (2012) und Arminia Bielefeld (2013) zu frühen Stolpersteinen geworden.
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