Fußball
Kein "Zauberfußball"

Wir haben einen Lauf, das spürt man auch.
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Bayern
04.03.2016
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Seit 14 Spielen ist der 1. FC Nürnberg ungeschlagen. Im Heimspiel gegen Kaiserslautern soll die Englische Woche vergoldet werden. Die Club-Profis dürfen sogar schon mal zur Bundesliga-Anstoßzeit ran.

Nürnberg. Im heißen Aufstiegsrennen mit RB Leizig und dem SC Freiburg will sich der 1. FC Nürnberg in der 2. Fußball-Bundesliga weiter ganz auf die Fortsetzung des eigenen Laufes konzentrieren. "Man muss die eigene Arbeit verrichten", betonte Trainer René Weiler vor der nächsten Prüfung am Freitag im eigenen Stadion. Das Spiel gegen den weit abgehängten Tabellenneunten 1. FC Kaiserslautern wird schon mal zur klassischen Bundesligazeit um 20.30 Uhr angepfiffen. Womöglich kann auch das die Club-Profis noch zusätzlich beflügeln.

"Wir haben einen Lauf, das spürt man auch", berichtete Weiler über seine Spieler. Die Englische Woche soll mit dem dritten Sieg abgerundet werden. "14 Spiele ungeschlagen und auch zuhause noch kein Spiel verloren - das ist großartig", erklärte der Schweizer Coach, der eigentlich nicht zu Schwärmereien in der Öffentlichkeit neigt. Seine Spieler würden aber nicht abheben, versicherte Weiler. "Irgendwann wird natürlich mal wieder eine Niederlage kommen. Aber wir arbeiten daran, dass das noch möglichst lange dauert", äußerte Sebastian Kerk nach dem 2:0 am Dienstag in Sandhausen.

Weiler muss gegen die Lauterer ein personelles Problem lösen. Kapitän Miso Brecko muss ebenso wie Tim Leibold eine Gelb-Sperre absitzen. Als Ersatz für Brecko auf der rechten Verteidigerposition gebe der Kader nicht viel her, erklärte Weiler: "Es ist eine Baustelle, die wir im Winter nicht schließen konnten."

Es werde aber sicherlich eine Lösung geben. Eine taktische Umstellung von Vierer- auf Dreierkette in der Abwehr werde das aber nicht sein, sagte Weiler: "Da braucht man dementsprechende Spielertypen dazu." Als erste Ersatzkandidaten für Brecko gelten Even Hovland sowie Ondrej Petrak.

Fußball aus der Feinkostabteilung erwartet Weiler gegen die längst aus dem Aufstiegskampf ausgeschiedenen Lauterer nicht. Die Gründe liegen für den Schweizer auf der Hand. "Wir sind immer noch im Winter. Die Platzverhältnisse sind schlecht, das Wetter ist garstig. Da kann man einfach keinen Zauberfußball erwarten." Für die rund 30 000 Zuschauer, die der Club erwartet, haben weitere drei Punkte sicherlich Priorität. Harte Arbeit dürfte dafür erneut erforderlich sein. Dabei vertraut der Coach erneut seinem Team, denn Platz drei soll nicht das Endstadium sein.
Wir haben einen Lauf, das spürt man auch.Club-Trainer René Weiler
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