Fußball
"Löwen" setzen Aufholjagd fort

Die Münchner "Löwen" bissen sich am Betzenberg mit einem 1:0-Sieg durch, wie hier Torschütze Kai Bülow (vorne) beim hitzigen Zweikampf gegen den Lauterer Mateusz Klich. Bild: dpa
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Bayern
02.03.2016
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Kaiserslautern. Vor zehn Tagen noch abgeschlagen, und plötzlich wieder in Reichweite zum rettenden Ufer: Der TSV 1860 München hat sich mit dem zweiten Sieg nacheinander bis auf drei Punkte an die Nichtabstiegszone herangekämpft. Die "Löwen" feierten am Dienstagabend einen überraschenden 1:0 (1:0)-Sieg beim 1. FC Kaiserslautern. Kai Bülow, der die Sechziger in der Relegation im Vorjahr erst vom Abstieg aus der 2. Fußball-Bundesliga bewahrt hatte, war wie schon beim 3:2 am Wochenende gegen Düsseldorf zur Stelle. Per Kopf sorgte der Defensivmann in der 18. Minute für den Erfolg - den allerersten überhaupt in dieser Spielzeit in einem fremden Stadion.

"Ich bin unheimlich froh über den Sieg", sagte Trainer Benno Möhlmann, der vor wenigen Wochen selbst noch meinte, der Relegationsrang 16 sei das einzige noch verbliebene Ziel des TSV. Dann aber gelangen den Münchnern sieben Punkte in drei Spielen. "Die Mannschaft hat geackert bis zur letzten Sekunde. Natürlich haben wir auch Glück gehabt. Aber dieses Glück haben wir uns auch erarbeitet", erkannte der Trainer-Altmeister.

Neben Bülow avancierten auf dem Betzenberg in den Schlussminuten Verteidiger Gary Kagelmacher und Torhüter Stefan Ortega zu Matchwinnern. In der 85. Minute rettete der Abwehrspieler mit einer artistischen Einlage auf der Linie bei einem Kopfball von Jon Dadi Bödvarsson. In der letzten Minute lenkte der Keeper selbst einen Torschuss von Kacper Przybylko mit einem Reflex gerade noch über die Latte.

Zuvor hatte 1860 die spielerisch schwachen Lauterer dank eines disziplinierten Auftritts in Schach gehalten, und vorn bei einer der wenigen Chancen selbst zugeschlagen. Ähnlich wie im Spiel gegen die Fortuna fand Michael Liendl mit einem Freistoß den Kopf von Bülow, und dieser traf aus rund neun Metern. "Jetzt tragen wir die Früchte davon", sagte der Österreicher zur einstudierten Standardvariante. Möhlmann hatte in der Pfalz dem Team vom 3:2 gegen Düsseldorf vertraut, nur Romuald Lacazette ersetzte Dominik Stahl. Im Angriff durften erneut Sascha Mölders und Rubin Okotie ran, die aber diesmal ohne Fortune agierten.
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