Fußball
Nächste Runde

Sport BY
Bayern
12.05.2016
14
0

Augsburg. Im Ringen um den von Schalke 04 umworbenen Trainer Markus Weinzierl hat der FC Augsburg seine Schmerzgrenze angedeutet. Nicht weniger als eine Bundesliga-Rekordablöse wollen die Schwaben für den 41-Jährigen haben, wie Geschäftsführer Stefan Reuter durchblicken ließ. "Sollte es mit ihm, einem anderen Club und uns zu einer Einigung kommen, dann reichen 1,8 Millionen, die Leipzig angeblich für Hasenhüttl an Ingolstadt gezahlt hat, nicht" sagte der Manager der "Bild"-Zeitung (Mittwoch).

Dass der Erfolgscoach, der die Augsburger seit 2012 viermal zum Klassenverbleib in der Bundesliga und als Höhepunkt in dieser Saison bis in die K.o.-Runde der Europa-League geführt hatte, zu den Königsblauen wechseln wird, ist höchstwahrscheinlich. Die Schalker wollten den gebürtigen Straubinger schon im Sommer 2015 haben. Nun wird nur noch um die Ablöse gefeilscht. Laut "Bild" bietet Schalke 1,5 Millionen Euro verteilt auf drei Jahre und liegt damit rund dreieinhalb Millionen unter den Vorstellungen der Augsburger. Im Falle eines Wechsels wird über Darmstadts Dirk Schuster als neuer Trainer beim FCA spekuliert.

Weinzierl strebt nach vier erfolgreichen Spielzeiten in der Fuggerstadt nach Höherem. Mehr als das Bisherige kann er beim FCA kaum noch erreichen. Zuletzt gab es sogar Gerüchte über ein Interesse von Borussia Mönchengladbach. Die Fohlen scheinen aber mit André Schubert in die neue Saison zu gehen. Weinzierl blockt Nachfragen zu seiner Zukunft seit Wochen mit Verweis auf den Abstiegskampf ab. Seit dem Wochenende ist der Klassenverbleib gesichert - jetzt warten alle auf eine Entscheidung in der Trainerfrage.

Bei den Schalkern ist für die Zukunftsplanung nicht mehr der scheidende Manager Horst Heldt zuständig, sondern sein Nachfolger Christian Heidel. Er wird schon am Sonntag den neuen Job antreten, wie die Königsblauen bekanntgaben. Offenbar verhandelt der Noch-Manager des FSV Mainz 05 seit geraumer Zeit mit Weinzierl, der bei den Knappen ein Vielfaches mehr verdienen dürfte. In der Champions-League wird der Trainer mit den Schalkern allerdings im nächsten Jahr nicht antreten. Die Chance darauf machte sich Weinzierl am vergangenen Samstag quasi selbst kaputt - durch ein 1:1 mit dem FCA in seinem künftigen Stadion.
Weitere Beiträge zu den Themen: Sport (77)FC Augsburg (70)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.