Fußball
Nürnberger Aufstiegs-Showdown

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Bayern
10.05.2016
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Nürnberg. Eineinhalb Wochen vor Beginn der Aufstiegsrelegation schaltet der 1. FC Nürnberg in den Final-Modus. "Alle haben richtig Bock darauf", verkündete Mittelfeldspieler Kevin Möhwald, "wir wollen Historisches schaffen." Wie schon vor sieben Jahren können die Franken über den Umweg der zwei K.o.-Spiele in die Bundesliga aufsteigen. 2009 war gegen Energie Cottbus der sofortige Wiederaufstieg geglückt. Diesmal steht der Club mit dem drohenden dritten Jahr im Fußball-Unterhaus unter größerem Druck - vor allem finanziell. Und die potenziellen Relegationsgegner haben es in sich.

Am letzten Erstliga-Spieltag am Samstag (15.30 Uhr) entscheidet sich, wer Gegner der Nürnberger am 19. und 23. Mai wird: Werder Bremen, Eintracht Frankfurt oder der VfB Stuttgart. "Das sind alle drei Traditionsvereine und schwere Aufgaben", sagte Guido Burgstaller am Montag beim Auslaufen nach dem 1:0-Erfolg tags zuvor gegen St. Pauli.

Einen Lieblingsgegner wollte auch Erfolgstrainer René Weiler nicht identifizieren, "wir schauen, wer es wird", sagte der Schweizer gewohnt zurückhaltend. Die Favoritenrolle bei den zwei Partien hänge auch vom letzten Bundesliga-Spieltag ab, meinte Weiler. Sollte etwa der VfB auf den Relegationsrang klettern, könnte er mehr Euphorie und Motivation mitnehmen als Frankfurt nach einer Niederlage in Bremen.

Rein statistisch gesehen haben die Clubberer keinen Lieblings- oder Angstgegner: Gegen alle drei Bundesligisten hat der FCN eine Bilanz von drei Siegen, vier Unentschieden und drei Niederlagen in den jeweils vergangenen zehn direkten Auseinandersetzungen.

Am Valznerweiher geht es nun darum, die Stimmung hochzuhalten und sich am letzten regulären Spieltag in Paderborn warmzuschießen für die Relegation. "Wir spüren die Euphorie im Umfeld schon seit Wochen", berichtete Weiler. Am sportlich wertlosen 34. Spieltag werden die Nürnberger nichts herschenken, behauptete zumindest Burgstaller: "Jeder Sportler will jedes Spiel gewinnen, wir auch."

Die Rückkehr in die Bundesliga sehnen die Verantwortlichen nicht nur aus fußball-romantischer Sicht herbei, sondern vor allem aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten. Noch ein Jahr 2. Liga hätte große Einsparungen zur Folge, der Kader müsste verbilligt werden. Ob der ehrgeizige Trainer bleibt, wäre unklar.
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