Fußball
Pokal: Chance für die "Löwen"

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Bayern
16.12.2015
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München. Hop oder top! Nach zwei großen Siegen gegen Fußball-Erstligisten im DFB-Pokal hofft der TSV 1860 München nun gegen den VfL Bochum auf den Einzug ins Viertelfinale. "Es wird eine verdammt schwere Aufgabe, aber eine machbare Geschichte", sagte Trainer Benno Möhlmann vor dem Duell mit dem Zweitliga-Konkurrenten am Mittwoch (20.30 Uhr/Sky). "Der Pokal ist hop oder top."

Auf dem Weg zum siebten Einzug ins Viertelfinale ermahnte der 61-Jährige seine Mannschaft jedoch. "Wir dürfen nicht denken, dass die Aufgabe gegen Bochum leichter ist als die beiden ersten Spiele." Bochum sei eine "genauso spielstarke Mannschaft" wie Hoffenheim oder Mainz. "Der Punkt fällt weg, dass Bochum uns unterschätzt."

Der Faktor Geld spielt beim Vorletzten der 2. Bundesliga auch eine wesentliche Rolle. Für das Weiterkommen winken aus der zentralen Rechtevermarktung 1,041 Millionen Euro. "Natürlich ist das wichtig für den Verein", räumte Möhlmann ein. "Geld spielt immer irgendeine Rolle, ist aber nicht der Hauptansatz für uns." Viel wichtiger sei den "Löwen" das angepeilte Überwintern in einem "Wettbewerb, der auch zählt in Deutschland", betonte er.

Unbestritten ist, dass Möhlmann den abstiegsbedrohten Traditionsclub verstärken will. Zusätzliche Einnahmen aus dem Pokal würden es ihm im Winter einfacher machen, zwei oder drei neue Spieler zu holen.

Erstmal wartet aber die Hürde Bochum. "Ich glaube schon, dass die Jungs das Gefühl haben, dass sie weiterkommen wollen", sagte Möhlmann über sein Team. "Die Chance ist da, diese Chance sehen die Jungs auch. Das kann nochmal den Schub geben." Größere personelle Probleme hat Möhlmann nicht zu beklagen. Im Tor setzt er auf die gewohnte Rotation. Wie schon beim 2:0 gegen Hoffenheim und dem 2:1 in Mainz wird Stefan Ortega wieder im DFB-Pokal das Tor hüten. Vitus Eicher rückt dafür auf die Ersatzbank.

Hochrisikospiel


Die Polizei stufte die Begegnung derweil als Hochrisikospiel ein und appellierte an die Fans, sich friedlich zu verhalten. Die Anhänger beider Vereine sind verfeindet. Die Bochumer pflegen eine Fan-Freundschaft zum von den 60ern ungeliebten FC Bayern. Der VfL reist indes nach dem klaren 4:0 gegen den SC Paderborn zuversichtlich in die Landeshauptstadt. "Das Spiel gegen Paderborn war eine gute Generalprobe. So ein Spiel brauchen wir auch gegen 1860 München, um eine Runde weiterzukommen", sagte Coach Gertjan Verbeek.
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