Fußball
Rückkehrer Aigner gleich "Löwen"-Held

Stefan Aigner kämpfte mit großem Erfolg für die "Löwen", denn der Heimkehrer erzielte den Treffer zum 1:0-Sieg gegen Arminia Bielefeld. Bild: dpa
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Bayern
16.08.2016
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München. So sieht eine perfekte Rückkehr aus. Stefan Aigner durfte sich auf dem Zaun in der Fankurve feiern lassen, der Kapitän führte den TSV 1860 München mit seinem goldenen Tor zum umjubelten 1:0 (0:0) gegen Arminia Bielefeld. Dass es der 1000. Treffer für die "Löwen" in der 2. Fußball-Bundesliga war, rundete das Bild noch ab. "Schön, wenn's das 1000. Tor war. Wichtig war, dass wir drei Punkte eingefahren haben und nicht gleich nach dem zweiten Spieltag unten drin stecken", resümierte der 28-jährige Aigner.

24 800 Zuschauer in der Münchner Arena feierten den von Eintracht Frankfurt zurückgekehrten Offensivspieler. Und auch von Trainer Kosta Runjaic gab es ein Extralob: "Das war eine Willenssache von Aiges." Der Matchwinner war in der spielentscheidenden Szene in der 67. Minute im Zweikampf mit Florian Hartherz hartnäckig geblieben. "Ich setze nach, stelle meinen Fuß rein, spitzel ihm den Ball weg. Und dann war es eine spontane Aktion, dass ich gleich draufziehe." Aus rund 15 Metern trifft Aigner mit dem Außenrist - Jubel, Applaus, erster Saisonsieg für 1860 München.

Der Erfolg löste am 40. Geburtstag von Investor Hasan Ismaik vor allem Erleichterung aus - bei Mannschaft, Verantwortlichen und den Fans. "Es war nicht alles top, aber bei Weitem besser als im ersten Spiel", urteilte Coach Runjaic mit Blick auf den 0:1-Auftakt in Fürth. "Dieser Sieg war sehr, sehr, sehr wichtig. Das Ergebnis gibt uns die Ruhe, damit das Trainerteam an den Dingen arbeiten kann, die noch nicht passen", kommentierte Sportchef Thomas Eichin.

In erster Linie muss die runderneuerte Mannschaft um Rückkehrer und Anführer Aigner noch an der Abstimmung und den Automatismen arbeiten. "Wenn wir richtig ins Rollen kommen, werden wir auch schöner gewinnen", versprach Abwehrspieler Jan Mauersberger.

Neben Aigner stand Michael Liendl im Fokus. Runjaic bot den Österreicher überraschend als Spielmacher aus der Tiefe der Sechser-Position auf. Ein kluger Schachzug. "Er hat über weite Strecken Verantwortung übernommen, die Bälle gefordert und gut verteilt. Da muss man ihm ein Lob aussprechen", sagte Runjaic. Allerdings ermöglichte Liendl mit einem schlimmen Ballverlust dem Gegner auch eine Toptorchance, die Tomasz Holota aber freistehend vergab (29.).
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