Fußball
Würzuburg will's wissen

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Bayern
20.05.2016
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Würzburg. Jetzt wollen die aufstrebenden Würzburger Kickers ihr kleines Fußball-Wunder feiern. An der Schwelle zur 2. Bundesliga fordert der forsche fränkische Drittliga-Aufsteiger in zwei Alles-oder-Nichts-Spielen um den letzten Platz im deutschen Profifußball den traditionsreichen MSV Duisburg. "Natürlich kribbelt es. Es kribbelt immer vor solchen Spielen", sagte Trainer Bernd Hollerbach, der in Unterfranken Eindrucksvolles aufgebaut hat. "Das wird ein Riesenfußballfest", prognostizierte das frühere Profifußball-Raubein vor dem Hinspiel am Freitag (ab 19.10 Uhr, ARD/Sky) in Würzburg.

Als Hollerbach den Job bei seinem Heimatverein im Sommer 2014 mit großen Ambitionen antrat, sollte er den Club binnen drei Jahren in die 3. Liga führen. Das glückte gleich auf Anhieb - und im Januar wurde dann das Projekt "3x2" ins Leben gerufen. Innerhalb von drei Jahren soll nun der Aufstieg in die 2. Bundesliga gelingen. Jetzt könnte auch dies schon im Rückspiel am Dienstag (19.10 Uhr) in Duisburg klappen. "Wir müssen sehr fokussiert sein und trotzdem eine gewisse Lockerheit haben, dann wird es schwer sein, uns zu schlagen", sagte Kapitän Amir Shapourzadeh.

Seit zwölf Partien sind die Unterfranken ungeschlagen, darunter waren neun Siege. Wie bislang nur RB Leipzig könnten sie aus der Regionalliga bis in die 2. Liga durchmarschieren. "Im Grunde genommen kam ja auch schon der Drittligaaufstieg zu früh. Aber der Verein zeichnet sich dadurch aus, dass die Menschen, die hier arbeiten, mit Herzblut und Zusammenerhalt etwas erreicht haben, was außergewöhnlich ist", erklärte Hollerbach. Der frühere Meister-Co-Trainer von Felix Magath aus Wolfsburger Zeiten ist der gefeierte Vater des Erfolgs.

Hollerbach beklagt keine Ausfälle in seinem Team, Duisburg muss auf den verletzten Torwart Michael Ratajczak verzichten. Im Tor plant der MSV daher mit Reservekeeper Marcel Lenz, der gegen RB Leipzig (1:0) sein Saisondebüt feierte. Nicht nur dort präsentierten sich die Duisburger als starkes Kollektiv. Hollerbach zeigte sich vor dem ersten Duell der beiden Teams "überzeugt davon, dass die flyeralarm Arena brennen wird." 30 000 Tickets hätte der Club für das mit 9806 Zuschauern ausverkaufte Stadion absetzen können.
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