Fußball
"Zeigen, wie stark wir sind"

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Bayern
29.03.2016
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München. Der Härtetest gegen Lieblingsgegner Deutschland kommt für Italien genau zur richtigen Zeit. Die EM-Euphorie wächst, die Stimmung ist gut, und der Weltmeister scheint angeschlagen. Italiens Fußball-Nationalmannschaft will im Klassiker gegen Deutschland am Dienstag in München ihre Super-Serie von 20 Jahren ohne Niederlage gegen die DFB-Elf ausbauen und zweieinhalb Monate vor EM-Beginn ihre zuletzt aufsteigende Form bestätigen. "Unser Ziel ist es, in München zu gewinnen", versprach Stürmer Simone Zaza selbstbewusst. "Wir wollen allen zeigen, wie stark wir sind."

Die gute Leistung beim 1:1 gegen Titelverteidiger Spanien vergangene Woche hat im Land des viermaligen Weltmeisters wieder erste Träume von einer Titel-Überraschung bei der EM reifen lassen. "Es gibt keinen klaren Favoriten in Frankreich", prophezeit Zaza. "Wir können eine gute Rolle spielen." Gegen Spanien überzeugten die Azzurri sowohl offensiv als auch defensiv und erspielten sich zahlreiche Chancen. "Sie sind sehr, sehr flexibel, sehr schwer zu bespielen", lobte auch DFB-Assistenztrainer Thomas Schneider.

Und auch wegen der 2:3-Niederlage der deutschen Elf gegen England am Samstag fühlt sich die Squadra Azzurra vor dem Prestigeduell nicht mehr unbedingt in der Außenseiterrolle. "Dieses Deutschland ist zu schlagen", frohlockte die Turiner Tageszeitung "Tuttosport".

Zuversicht gibt den Italienern auch die Statistik: Die letzte Niederlage gegen eine deutsche Nationalmannschaft gab es 1995 - diese Super-Serie soll nach dem Willen der Azzurri auch in München halten. Bei der EM vor vier Jahren besiegten die Italiener die DFB-Elf 2:0 im Halbfinale, bei einem Turnier gab es sogar noch nie eine Pleite.

Nationaltrainer Antonio Conte wird die Partie aber wohl auch für das eine oder andere Experiment nutzen - vor allem im Angriff. Die offensive Dreier-Reihe könnte im Vergleich zum Spiel gegen Spanien komplett ausgetauscht werden. Gute Chancen auf einen Platz in der Startelf haben neben Zaza der beim AS Rom zuletzt starke Stephan El Shaarawy und der junge Federico Bernardeschi vom AC Florenz, der gegen Spanien sein Debüt in der Nationalmannschaft feierte.

Nur Bonaventura fehlt


Zudem setzt Conte auf seine traditionell sichere Defensive um Kapitän Gianluigi Buffon sowie den erfahrenen Leonardo Bonucci. Er muss nur auf den angeschlagenen Giacomo Bonaventura verzichten. Der Profi vom AC Mailand trat die Reise nach München nicht mit an und kehrte am Montag zu seinem Club zurück.
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