Guardiola geht
Ancelotti ab Sommer Trainer des FC Bayern

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Bayern
21.12.2015
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Die Geheimniskrämerei ist endlich vorbei: Knapp 20 Stunden nach dem süßen 1:0 in Hannover schafft der FC Bayern die erwarteten Fakten auf dem Cheftrainerposten. Weltmann Ancelotti lässt schon bei seiner Verpflichtung einen Stil-wandel für die Zeit nach Guardiola erkennen.

München. Adiós Pep Guardiola, benvenuto Carlos Ancelotti: Der FC Bayern München hat am Tag nach dem letzten Sieg seines dezimierten Starensembles in 2015 die spektakuläre Trainer-Rochade bestätigt. Der deutsche Fußball-Rekordmeister verkündete am Sonntag den Abschied des 44-jährigen Guardiola, der seinen am Saisonende auslaufenden Dreijahresvertrag wie erwartet nicht verlängern

-Chef Karl-Heinz Rummenigge konnte keine 20 Stunden nach dem 1:0 eines müden Münchner Rumpfteams bei Hannover 96 zugleich stolz den schon vor längerer Zeit eingefädelten und nun perfekten "Plan B" mit Ancelotti bekanntgeben. Die Verpflichtung des 56 Jahre alten Italieners stellt erneut eine 1A-Lösung auf der Trainerposition dar. "Ich bin sehr geehrt, dass ich von der kommenden Saison an Trainer des großen FC Bayern sein werde", äußerte Ancelotti in der Mitteilung des Bundesliga-Herbstmeisters. Von Guardiola gab es in der 14 Zeilen umfassenden Verlautbarung des FC Bayern kein Wort.

Ancelotti dokumentierte den zu erwartenden Stilwandel in der Außendarstellung auch via Twitter. Dort bedankte er sich mit einem "Gracias" beim FC Bayern. Seine kurze Botschaft verzierte er mit einem Foto, das ihn im feinen Anzug zeigt, sowie dem Wappen seines neuen Vereins. Auch den Mann, den er beerben wird, bedachte Ancelotti mit wohlwollenden Worten: "Ich wünsche dem FC Bayern München und meinem Freund Guardiola nur das Beste für den Rest der Saison." Guardiola war da schon in den Weihnachtsurlaub gestartet. Dem 44-Jährigen wird es im neuen Jahr nur noch um die sportliche Krönung seines von Anfang an verfolgten Dreijahresplans in München gehen. Dafür wäre neben der programmierten Titelverteidigung in der Bundesliga ein Triumph im Champions-League-Finale am 28. Mai 2016 in Mailand notwendig; jener Stadt, in der Ancelotti mit dem AC Milan große Erfolge feierte.

"Wir sind Pep Guardiola dankbar für alles, was er unserem Verein seit 2013 gegeben hat", erklärte Rummenigge nüchtern. Der 60-Jährige hatte lange um Guardiola gebuhlt und dem bewunderten Katalanen mehrfach eine Verlängerung des auslaufenden Vertrages angeboten. Rummenigge bleibt nun allein die Hoffnung auf ein großartiges Happy-End.

Die Urlaubsfreude der Münchner Starkicker konnte das "Nein" von Guardiola zu einer weiteren Zusammenarbeit mit ihnen nicht trüben. Müller, der in Hannover einen von Routinier Christian Schulz verschuldeten Handelfmeter verwandelt hatte (40. Minute), brachte nach dem Abpfiff einer famosen Bundesliga-Hinrunde die Sicht der Profis mit eindeutigen Worten zum Ausdruck. "Mir als Spieler ist es egal, wie lange der Trainer Laufzeit hat, ob er verlängert oder nicht. Wir spielen für uns als Spieler. Man spielt nicht für den Trainer, sondern mit dem Trainer", sagte der Nationalspieler.

Von Guardiola gab es kein Wort, warum er seine Mission in München nicht über das Saisonende hinaus verlängern wollte. Beim 44-Jährigen wird über einen Wechsel zu Manchester City spekuliert.
Ich wünsche dem FC Bayern München und meinem Freund Guardiola nur das Beste für den Rest der Saison.Carlos Ancelotti
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