Klopp jubelt
Knapper Sieg des FC Liverpool über Augsburg

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Bayern
26.02.2016
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Der FC Liverpool war dann doch ein bisschen zu stark für die wackeren Augsburger. Beim Club von Trainer Jürgen Klopp war in der Europa-League Endstation für den Bundesligisten. Aber es war ganz knapp.

Liverpool. Nach dem bitteren Ende der bemerkenswerten Europa-League-Tournee führte Augsburgs Trainer Markus Weinzierl sein Team auf eine letzte Ehrenrunde in der Fußball-Kultstätte Anfield. Das unglückliche 0:1 (0:1) bei Jürgen Klopps FC Liverpool bedeutete für den tapferen Bundesligisten am Donnerstag das Aus in der Zwischenrunde, doch die FCA-Fans bejubelten und besangen nach dem Schlusspfiff noch lange stolz ihre Mannschaft. James Milner hatte vor 45 000 Zuschauern mit einem zweifelhaften Handelfmeter in der 5. Minute das Duell zugunsten der Gastgeber entschieden. Die Augsburger aber verabschiedeten sich mit erhobenen Köpfen aus Europa. "Schade. Im Grunde hat nicht viel gefehlt", sagte Manager Stefan Reuter.

Vor allem der herausragende FCA-Rückhalt Marwin Hitz und der große Kampfgeist der Schwaben hielten die Partie bis zum Schluss offen. "Das war ein absolutes Highlight. Die Fans haben die Mannschaft zurecht gefeiert", sagte Coach Weinzierl. Die Augsburger hatten gegen eine wacklige Liverpool-Defensive Chancen auf die Sensation, blieben aber auch mit dem nach einer Verletzungspause spät eingewechselten Torjäger Raúl Bobadilla wie beim 0:0 vor einer Woche ohne Treffer.

Die legendäre Anfield-Stadionhymne "You'll never walk alone" war erst wenige Minuten verklungen, als die Augsburger schon in Rückstand gerieten. Dominik Kohr kam bei einer verunglückten Abwehraktion im eigenen Strafraum mit der Hand an den Ball, Schiedsrichter Clement Turpin aus Frankreich pfiff nach kurzem Zögern Strafstoß - eine harte Entscheidung. Bei Milners Schuss ahnte FCA-Keeper Hitz zwar die richtige Ecke, konnte das 0:1 aber nicht verhindern. Für Hitz war es ohnehin kein leichter Abend. Obwohl seine Frau das zweite Kind erwartete, reiste der Schweizer mit nach England. Und dort musste er Schwerstarbeit verrichten. Liverpool zeigte sich in der Offensive engagierter und gefährlicher als noch im Hinspiel. Vor allem Coutinho hätte mehrfach für das zweite Tor der Hausherren sorgen können, scheiterte aber immer wieder am bärenstarken Hitz.

Augsburgs "letztes Aufgebot", wie es Trainer Weinzierl bezeichnete, offenbarte in der Abwehr einige Löcher und leistete sich im Aufbauspiel eine Reihe unnötiger Ballverluste. Chancenlos aber waren die Gäste nicht, denn auch die Hintermannschaft der "Reds" wirkte anfällig. Die zweite Hälfte bot das gleiche Bild. Liverpool bestimmte zunächst das Geschehen und hatte durch Nationalspieler Daniel Sturridge früh die Gelegenheit zur Vorentscheidung (49.). Doch weil die Gastgeber zu nachlässig mit ihren Möglichkeiten umgingen und immer wieder an Hitz verzweifelten, wurden die Augsburger zunehmend mutiger.

Weinzierl wagte nun alles und brachte Bobadilla. Die Partie war jetzt völlig offen, doch die Augsburger konnten sich für ihre beherzte Vorstellung nicht mehr belohnen.
Die Fans haben die Mannschaft zurecht gefeiert.Der Augsburger Trainer Markus Weinzierl
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