Leichathletik
Traummarke geknackt

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Bayern
20.07.2016
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Simon Ziegler lieferte im Stabhochsprung eine weitere Glanzleistung ab. Mit dem ersten Fünf-Meter-Sprung wurde er in Erding erneut bayerischer Meister

Erding. Bei den Bayerischen Leichtathletikmeisterschaften in Erding knackte Simon Ziegler eine weitere Traummarke. Nachdem er bereits im tschechischen Kladno im Zehnkampf sein erstes Ergebnis über 7000 Punkte ablieferte, gelang ihm eine weitere Glanzleistung in seiner Lieblingsdisziplin. Im Stabhochsprung der Männer holte er sich mit seinem ersten Fünf-Meter- Sprung den erneuten Titelgewinn. Der Neustädter, der für LG Telis Finanz Regensburg startet, zählt damit zu einem kleinen und erlesenen Elitekreis im Freistaat.

In den 70er und 80er Jahren war es Gernot Köcher (TB Weiden), der Trainer von Simon Ziegler, der die Stabhochsprungszene im Bezirk beherrschte und seine Rekordmarke von 4,41 Metern erst nach mehr als 15 Jahren abgelöst sah. Heute steht der Rekord bei 5,30 Metern, gesprungen vom Münchner Florian Schönbeck im Trikot der LG Regensburg.

Bereits als 12-Jähriger hat sich Simon Ziegler mit 2,85 Metern in die Rekordlisten eingetragen, eine Marke, die auch noch heute steht. Mit 14 gelang der erste Flug über 3 Meter, mit 17 waren es bereits 4 Meter und darüber hinaus. Kontinuierlich arbeitete er weiter an seiner Form, reiste viel und weit, um seine Sportart trainieren zu können.

In Erding wählte der Springer sein Arbeitsgerät klug. Sein Einstieg bei 4,60 Metern klappte auf Anhieb. Mit zunehmender Höhe stieg er ständig auf härtere Stäbe, um den Durchbiegungsgrad optimal zu halten. Bei 4,70 m schonte er seine Kräfte, die 4,80 Meter folgten im ersten Versuch problemlos. Christoph Lange (TS Herzogenaurach) blieb hier hängen. Der letzte Mitbewerber um den Titel, Florian Obst (TV Emmering), der im Herbst ebenfalls seinen Sport in den Dienst einer US amerikanischen Universität in Texas stellt, fiel nach 4,80 Metern aus dem Wettkampf.

Mit 4,90 Metern im zweiten Versuch stellte Ziegler dann seine bisherige Bestleistung ein. Danach ließ er das Kampfgericht 5,00 Meter einmessen. Geschickt übertrug der 22-Jährige die Anlauf- und Absprungenergie auf den Stab und überquerte die Latte mit Erfolg. Der Titelgewinn war keine Überraschung, die übersprungene Höhe dagegen umso mehr.
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