Bayer Leverkusens Sportdirektor spricht in Tucher-Sport-Arena über Championsleague und ...
Völler drückt Atletico heute die Daumen

Sport
Bayern
28.05.2016
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Herzogenaurach. Was den spanischen Fußball gegenüber der europäischen Konkurrenz so erfolgreich macht, das vermochte Ex-Nationalspieler und -Teamchef Rudi Völler nicht zu sagen.

Aber in einem Punkt legte er sich vor dem Champions-League-Finale zwischen Atletico Madrid und dem Stadtrivalen von Real bei der Tucher-Sport-Arena im Novina-Hotel Herzo Base in Herzogenaurach fest: "Ich drücke Atletico die Daumen." Seine Begründung: "Wer den Top-Favoriten FC Barcelona im Viertelfinale ausschaltet und den FC Bayern München im Halbfinale, der hat sich den Sieg verdient." Apropos verdient: Dieses Prädikat vergab er auch an Eintracht Frankfurt zum Ligaerhalt, nach "zwei nicht so toll anzusehenden Relegationsspielen" gegen den 1. FC Nürnberg. Von diesem FCN habe er einst als Sportdirektor von Leverkusen Stürmer Stefan Kießling geholt, der nun im Winter Abwanderungsgelüste verspürt habe.

Heute, so Völler, sei der Ex-Clubberer mehr als froh, nicht zu Hannover 96 gegangen und mit den Niedersachsen abgestiegen zu sein. "Er ist über die Jahre ein Stück Bayer Leverkusen geworden und spielt nun mit uns Champions-League."

Diese zu erreichen, daran habe er selbst nach sieben Niederlagen in Serie nach der Winterpause nicht mehr geglaubt. Trotz der Negativresultate habe man an Roger Schmidt festgehalten, "weil er ganz einfach ein guter Trainer ist". Befragt nach der für ihn positivsten Überraschung der Saison 2015/16 nannte der Ex-Weltmeister ohne Umschweife das Abschneiden von Darmstadt 98 und dessen Trainer Dirk Schuster: "Das ist für mich der Verein der Stunde." Mit den Mitteln, über die der Aufsteiger die Klasse erhalten habe, sei bemerkenswert. Am Ende der Negativ-Skala ordnete er den VfB Stuttgart ein: "Die haben in der Vorrunde einen attraktiven, sehenswerten Fußball gezeigt. Und dann stiegen sie mit einer guten Mannschaft ab."

Dass es in der Bundesliga angesichts der Dominanz der Bayern - "die verfügen über eine gewaltige wirtschaftliche Wucht" - nach vier Meisterschaften in Folge langweilig werden könnte, daran glaubt Völler nicht. Zum einen habe Dortmund nach anfänglichem Schwächeln durchaus mithalten können, zum anderen sei der Kampf um die Plätze in der Champions-League und in der Europa-League bis zum Schluss sehr spannend gewesen, mehr aber noch der um den Ligaerhalt.
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