19 000 Überstunden im Klinikum Fichtelgebirge

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Bayern
14.05.2016
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Marktredwitz. Mit einem bundesweiten Aktionstag machte die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi auf die zahlreich geleisteten Überstunden in Pflegeberufen aufmerksam. Am Klinikum Fichtelgebirge beteiligten sich rund 60 Mitarbeiter aus Pflege, Verwaltung und Geschäftsführung an der Aktion. Immerhin wurden im Klinikum Fichtelgebirge rund 19 000 Überstunden geleistet, davon allein 9500 in der Pflege. Gerhard Geyer, Betriebsrat am Klinikum Fichtelgebirge: "Wir brauchen mehr Pflegekräfte, attraktivere Arbeitsbedingungen und eine ausreichende Finanzierung dafür. Verdi bemüht sich seit Jahren um eine Personalbemessungsgrenze." Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi kämpfe seit Jahren für die Entlastung der Beschäftigten im Gesundheitswesen. Durchschnittlich 10,3 Patienten müsse eine Pflegekraft in deutschen Krankenhäusern versorgen. Damit sei Deutschland europäisches Schlusslicht. In anderen Ländern wie der Schweiz seien es nur 5,5, in Polen 9,3. Rund 162 000 Stellen fehlten nach Hochrechnungen von Verdi in Krankenhäusern, allein 70 000 in der Pflege. Der Pflegezuschlag und das Pflegestellenförderprogramm der Krankenhausreform seien erste Schritte, reichten aber nicht aus, um die Personalsituation nachhaltig zu verbessern, so Verdi. Der Gesetzgeber müsse den Krankenhäusern eine bedarfsorientierte Personalbemessung vorgeben.

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