200 Schüler müssen aus Sicherheitsgründen in Schulhaus bleiben
15-Jähriger hält Einsatzkräfte in Atem

Symbolbild. (Foto: dpa)
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Bayern
11.10.2016
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Nach einer Drohung durch einen 15-Jährigen mussten am Dienstagnachmittag in Selb etwa 200 Schülerinnen und Schüler im Schulgebäude bleiben. Zahlreiche Einsatzkräfte der Landespolizei, der Bundespolizei und der tschechischen Kollegen waren eingesetzt und fahndeten grenzüberschreitend nach einem Jugendlichen.

Selb, Lkr. Wunsiedel. Gegen 13.15 Uhr ging über die Schule in der Jahnstraße bei der Polizei die Meldung über eine allgemeine Drohung ein. Diese soll ein 15 Jähriger Schüler über eine Mitteilung per Mobiltelefon geäußert haben. Zahlreiche Einsatzkräfte begaben sich zur Schule und sperrten den Bereich weiträumig ab. Bereits nach kurzer Zeit war klar, dass sich der Schüler nicht mehr in dem Schulgebäude befindet und eine unmittelbare Gefahr für die Schülerinnen und Schüler sowie für die Lehrer nicht mehr gegeben war. Allerdings mussten die etwa 200 Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrer im Schulgebäude bleiben, wo planmäßig der Unterricht fortgesetzt wurde.

Großräumige Fahndung


Streifenbesatzungen der Landespolizei, der Bundespolizei und auch der alarmierten tschechischen Kollegen fahndeten großräumig nach dem Jugendlichen. Die Neuorganisation der Dienststellen im Grenzraum hat somit bereits am ersten Tag im Bezug auf die Zusammenarbeit und die Koordination der Fahndungsmaßnahmen ihre erste Bewährungsprobe bestanden. Alle verfügbaren Streifen der neuen Polizeiinspektion Fahndung waren eingesetzt.

Kurz vor 15.30 Uhr konnte eine Streife der Bundespolizei den 15-Jährigen im Stadtgebiet Selb antreffen und festnehmen. Die im Schulgebäude sicher untergebrachten Schüler durften daraufhin wohlbehalten ihre Klassenzimmer verlassen. Die Kriminalpolizei Hof hat die weiteren Ermittlungen zu den Hintergründen der Drohung aufgenommen.
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