34 Pferde beim 6. Ägidiusritt
Mit Reliquie im Sattel

Während der Reiterprozession führte Pfarrer Sven Grillmeier (hinten Mitte) die Reliquie des heiligen Ägidius mit sich. Bild: hia
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Bayern
29.09.2016
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Kirchenlaibach. "Ich bin entzückt, was hier in so kurzer Zeit möglich gemacht wurde", meinte Carolin Bayerlein am Ende der Pferde- und Tiersegnung. Mit ihrer Meinung stand sie alles andere als allein. Denn alle Mitwirkenden erbrachten eine kleine logistische Meisterleistung.

Nachdem in der Vorwoche sechste Ägidius-Ritt wegen Regens kurzfristig hatte abgesagt werden müssen, lud Pfarrer Sven Grillmeier zu einem erneuten Anlauf. Und die Teilnahme war beachtlich. Aus Immenreuth und Eisersdorf, aus Guttenthau und Seidwitz waren sie angeritten. Auch zahlreiche Besucher hatten sich auf dem Dorfplatz eingefunden, um den beeindruckenden Einmarsch von Ross und Reiter mit zu verfolgen.

Am frühen Nachmittag hatten sie sich auf dem Tressauer Parkplatz getroffen, wo Grillmeier einen kurzen Wortgottesdienst zelebrierte. Im Anschluss setzte sich die Reiterprozession betend und singend in Bewegung. Angeführt von der 23-jährigen Kreuzträgerin Tanja Bayerlein auf dem Süddeutschen Kaltblut Sabrina mit ihrem Prunkgeschirr aus Bad Kötzting sowie den Begleiterinnen Annalena Walter auf Kathi und Lisa Walter auf Nicki ging es zur Alten Ägidiuskirche.

Pfarrer Grillmeier führte auf Ramon, begleitet von Ministrantin Sophia Schott auf Toni, zwei französische Percheron aus dem Stall von Herrmann Walter aus Lämmershof, die Reliquie des heiligen Ägidius mit sich.

In der Kutsche von Albert Scheidler aus Gabellohe mit seinem Friesengespann hatten Vorbeterin Gabriele Bäß und Mesnerin Annemarie Fischer Platz genommen. Hoch zu Ross zum fünften Mal dabei waren Sandra Röderer sowie Erwin Walter und seine Tochter Leonie aus Seidwitz. Insgesamt reihten sich 34 Pferde aus Reitställen aus der Region ein. Nach der Umrundung der Kirche erhielten alle Tiere auf dem Dorfplatz den Einzelsegen. Für die Mitwirkenden und die Tiere gab es je ein Ägidius-Brot. Auch dieses Mal führt der Weg des Geistlichen in die drei Ställe der örtlichen Landwirte. Im Anschluss wartete auf die Teilnehmer im Gasthof "Rotes Roß" eine deftige Brotzeit. Ein großes Danke galt der Gemeinde und der Feuerwehr, die trotz kurzfristiger Terminsetzung die Prozession bestens abgesichert hatte.
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