70 Jahre Luisenburg-Treffen
Jugend hungrig nach Glauben

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Bayern
16.05.2016
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Kühle Temperaturen ist die Jugend beim traditionellen Treffen auf der Luisenburg gewöhnt. Diesmal war es besonders schattig, was der gelösten Stimmung aber nicht schadete. Schließlich galt es, ein besonderes Jubiläum zu feiern.

Wunsiedel. "Gefroren hat's uns oft auf der Luisenburg, aber die Stimmung ist immer heiß, dafür danke ich euch", sagte der Domkapitular und frühere Diözesanjugendseelsorger Thomas Pinzer in seiner Predigt beim 70. Jugendtag der Dekanate Tirschenreuth und Kemnath-Wunsiedel. Teilweise fielen sogar vereinzelte Flocken. "Wenn es zu schneien beginnt, lass ich die Predigt ausfallen", kommentierte der Domkapitular.

Drei Generationen


Das Treffen war gut besucht. Rund 500 Gäste, darunter auch Wunsiedels Landrat Dr. Karl Döhler und Tirschenreuths stellvertretender Landrat Roland Grillmeier, waren trotz der Kälte am Pfingstsonntag zu diesem traditionellen Jugendtag auf die Luisenburg geströmt. Die Veranstalter von den beiden Katholischen Jugendstellen Marktredwitz und Tirschenreuth und dem "Lubu-Team" hatten ein unterhaltsames Programm ausgearbeitet unter dem Motto "Zurück in die Zukunft! - Lubu damals wie heute?" Vor dem Gottesdienst fand ein "Feature" dreier Generationen statt: Oma, Mutter und Tochter blickten auf 70 Jahre Luisenburg-Jugendtag zurück, wie er jeweils ausgesehen hat. Zentrale Erkenntnis: Die Mode und die Welt haben sich verändert, aber die Gemeinsamkeit aller Jugendtage war und ist die gemeinsame Feier des Glaubens - unabhängig von Alter und Herkunft.

Erstes Treffen 1946


Der anschließende Festgottesdienst wurde federführend von den beiden Kreisjugendseelsorgern Konrad Amschl (Kemnath) und Kaplan Thomas Kopp (Wunsiedel) vorbereitet. Mit am Altar standen Diözesan-Landvolkpfarrer Christian Kalis und der gebürtige Kemnather Domkapitular Thomas Pinzer. Letzterer erinnerte in seiner Festpredigt daran, dass 1946 das erste Luisenburg-Treffen stattfand.

Diese Veranstaltung sei damit sozusagen ein Gründungsmitglied der katholischen Jugendarbeit nach dem Zweiten Weltkrieg. "Seit 70 Jahren kommen vornehmlich junge Menschen hier zusammen, die Hunger und Durst nach dem Glauben, nach dem Leben in Fülle haben", sagte Pinzer. Heute hätten viele Jugendliche Angst, denn sie wurden in eine Welt geboren, in der sie nicht unbedingt willkommen seien. Sie fühlten sich nicht gebraucht, "weil sie zu schwach, zu dumm, zu hässlich sind - ja, diese Angst geht um", sagte der Prediger. "Gegen diese Angst hilft nur eines: Gott." Er trage und helfe, gebe dem Leben Halt und bewahre den Gläubigen davor, ins Bodenlose zu stürzen. Der Domkapitular dankte allen, die sich in der katholischen Jugendarbeit engagieren, damit Geborgenheit und Heimat vermitteln. "Die Jugendlichen von heute sind die Zukunft, die Quelle ihres Lebens ist Gott", machte der Prediger abschließend Mut. Gesanglich wurde der Gottesdienst vom Chor "Carpe Diem" unter der Leitung von Marina Bauer aus Waldershof mit schwungvollen neuen geistlichen Liedern umrahmt.

"Hymn" zum Abschluss


Während der Kommunion wurde die Fußball-Hymne "You'll never walk alone" und zum Abschluss des Gottesdienstes traditionell "Hymn" von Barclay James Harvest gesungen. Danach fanden die Besucher beim "Jahrmarkt der Jugend" reichlich Betätigungsfelder. Neben Essen und Trinken gab es unter anderem einen Segway-Parcours, Aktionen der Feuerwehr, eine Stempel-Werkstatt und Live-Musik von der Band "Noise Attack".
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