98 Baustellen im Sommer
Hitze-Stau auf der Autobahn

Der Isar-Ring in München dürfte im Sommer wieder zu einem Stau-Schwerpunkt werden. Bild: dpa
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Bayern
18.07.2016
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Sommer ist nicht nur Ferienzeit, sondern auch Bauzeit auf den Straßen. Kilometerweise werden Beläge erneuert, Autobahnen erweitert. München könnte es richtig heftig treffen.

München/Nürnberg. Im Sommer müssen Fahrer stellenweise viel Geduld mitbringen. Im Freistaat wird im Juli und August allein an 98 Arbeitsstellen auf Autobahnen mindestens vier Tage lang gebaut, wie aus Daten des Bundesverkehrsministeriums hervorgeht. Deutschlandweit belegt Bayern damit Platz zwei, die mit Abstand meisten Projekte gibt es mit 138 Baustellen in Nordrhein-Westfalen.

Schon am Wochenende mussten Autofahrer wegen Ferienbeginns in drei Bundesländern Geduld mitbringen. Bundesweit maß der ADAC Staus mit einer Gesamtlänge von etwa 3000 Kilometern allein auf Autobahnen, rund ein Drittel davon im Freistaat. Am längsten mussten Reisende am Samstag auf der A 3 bei Nürnberg warten: Schon um 7 Uhr staute sich der Verkehr Richtung Österreich auf einer Länge von 26 Kilometern, wie der Autoclub am Sonntag mitteilte. Auch auf der A 9 in Oberbayern standen Autofahrer zeitweise mehr als 15 Kilometer weit. Insgesamt zählte der Verein alleine am Samstag 1240 Staus.

Die Verkehrssituation habe sich damit weiter verschärft. Hinzu kommen laut ADAC etwa 570 teils lange Baustellen auf den Autobahnen. Spitzenreiter ist den Angaben nach die A 9 zwischen Nürnberg und München in beiden Richtungen mit einer Länge von 18,2 Kilometern. Es folgen die A 7, wo zwischen Würzburg und Ulm auf 14,9 Kilometern gebaut wird, sowie die A 3 (Würzburg-Passau) mit Brückenarbeiten auf 9,7 Kilometern. Auf der A 3 gebe es zwischen Rottendorf und Weibersbrunn auf 60 Kilometern acht Baustellen, auf der A 6 zwischen dem Dreieck Roth und Altdorf/Leinburg auf 13 Kilometern vier Baustellen. Auf vielen Strecken werden neben kleineren Brücken-Instandsetzungen vor allem die Beläge erneuert, wie die Autobahndirektion Nordbayern mitteilte.

Am Isarring im Nordwesten Münchens wird eine dritte Spur angebaut. Dafür müssen die bisher schon nicht ausreichenden zwei Spuren auf eine verengt werden. In der Nacht zum Mittwoch (20. Juli) wird die Brückenplatte für die Verbreiterung des Unterführungsbauwerks geliefert. Dafür wird die nördliche Fahrtrichtung gut zwei Stunden voll gesperrt. In die heiße Phase geht das Projekt in der Nacht vom 7. auf den 8. August. Die Arbeiten sollen bis Ende Oktober dauern. Experten befürchten weitreichende Folgen für den Verkehr im Münchener Nordosten. Denn Ausweichrouten fehlen oder sind jetzt schon an der Kapazitätsgrenze.
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