Am Volkstrauertag auch Angst um Frieden in Europa
Aus Weltkriegen nichts gelernt

Bernhard Kopp, Vorsitzender der Kriegerkameradschaft (rechts vorm Ehrenmal, war neben Bürgermeister Werner Porsch der Redner bei der Gedenkfeier am Friedhof. Bild: hai
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Bayern
23.11.2016
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Ramlesreuth. "Für die jüngeren Mitmenschen entfernt sich der Sinn des Volkstrauertages immer weiter." Sie müssten aber lernen, dass Krieg und Gewalt keine Mittel zur Konfliktbewältigung sind, betonte der Vorsitzende der Kriegerkameradschaft, Bernhard Kopp, bei der Gedenkfeier am Ehrenmal auf dem Friedhof.

Helmut Würfl und Norbert Kaußler als Ehrenformation der Reservisten bezogen Position. Unter den Klängen von "Im Grab ist Ruh" vom Trompeten-Duo Manfred Baumann und Laura Schraml wurde bei gesenkten Fahnen der Vereine und begleitet von Böllerschüssen von Reinhold Bauer und Helmut Moller das Lied vom "Kameraden" angestimmt. Der Gedenkfeier und Kranzniederlegung war ein Gottesdienst in der Kirche "Dreimal wunderbare Mutter" mit Pfarrer Sven Grillmeier vorausgegangen.

"Jeder ist aufgerufen, Frieden und Freiheit ohne Gewalt zu verteidigen", erklärte Kopp. Auch jetzt kämpften Menschen um ihr Leben oder seien in ihrer Freiheit bedroht. Dass deutsche Soldaten im Ausland ihr Leben riskieren, sei im öffentlichen Bewusstsein kaum präsent. Frieden scheine ein unlösbares Problem zu bleiben. Die Zeit lindere zwar den Schmerz, aber sie heile nicht alle Wunden. "Wir sollten dort mutig einschreiten, wo Mitmenschen Hilfe brauchen."

Die kriegerischen Konflikte und brutalen Terroranschläge werden scheinbar immer mehr, meinte Bürgermeister Werner Porsch. Die Sorge um eine friedliche Zukunft in Europa wachse. Aus den schrecklichen Ereignissen der beiden Weltkriege sei offenbar nichts gelernt worden. "Der Volkstrauertag mahnt, Lehren zu ziehen aus dem Schrecken der Geschichte und aktiv für die Achtung des Lebens und für die Erhaltung von Sicherheit und Frieden einzutreten."
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