Amateurtheater Marktredwitz begeistert mit "Ein krummes Ding" - Ehrungen
Gags und geldgierige Gauner

Mit Spielfreude und hohem Tempo überzeugte das Amateurtheater Marktredwitz bei der "Diamantenraub"-Premiere. Bild: privat
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Bayern
30.11.2016
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Vorsitzender Gunder Mages (Bildmitte) ernannte Kurt Rodehau (links) zum Ehrenmitglied. Rechts im Bild Regisseur Jürgen Bauer. Bild: privat

Marktredwitz. Mit einer Ganovenkomödie trifft das Amateurtheater Marktredwitz genau den Geschmack des Publikums. Für "Ein krummes Ding - Der Diamantenraub" gibt es stürmischen Applaus. Auf die Premiere folgen weitere Auftritte am 2. und 3. Dezember.

Ein überaus gelungener Theaterabend: Da werden Diamanten umhergereicht, bis niemand mehr weiß, wer sie wirklich hat. Verschluckt, versteckt, im Sektkübel, in der Toilettenschüssel überall sind sie zu finden. Am Anfang werden die Zuschauer völlig überrascht, als plötzlich die Seitentüre aufgeht und die zwei Ganoven eine Verfolgungsjagd quer durch das Publikum starten. Eduard Müller, brillant gespielt von Harald Eichner, und sein tollpatschiger stotternder Bruder Hugo (Hans Wintersteiner) werden verfolgt durch die Polizei, den etwas trotteligen Polizeikommissar Bissig (Thomas Meyer) und den jungen Wachtmeister Spuhler (Cedric Nappert). Eduard, meist nur "Eddi" genannt, kommt auf der Flucht die Idee, im Pharao, einem Nachtclub, unterzutauchen. Die Besitzerin Lola Leppert, liebenswert gespielt von Elke Schöffel, kennt er schließlich schon sehr lange. Nur leider schuldet er ihr noch 5000 Euro.

Jede Menge Ärger


Die beiden Einbrecher werden schnell von Lola und ihren beiden Tänzerinnen gestellt. Als Lola, die immer noch verliebt in Eduard ist, und ihre beiden Tänzerinnen, die freche Isabell (Theresa Herrmann) und die Männer liebende Sonja (Martina Nachbar), erfahren, dass die beiden ein "krummes Ding" gedreht haben, fängt der Ärger erst richtig an. Lola will an der Beute beteiligt werden, um ihren Nachtclub vor dem finanziellen Ruin zu retten und beginnt Geschäfte mit dem gefährlichen Gauner Häfel (Stefan Malzer) zu machen. Doch dummerweise platzt immer wieder die Polizei ins "Pharao". Eduard Müller wird somit urplötzlich in ein Kleid gesteckt und zu Lolas Schwester, die sich von Kommissar Bissig umwerben lassen muss. Und Hugo spielt Lolas Neffen, der so starke Verbrennungen erlitten hat, dass er immer ein Tuch um den Kopf tragen muss. Letztendlich dreht sich alles um die wertvollen Diamanten, die zuvor von "Eddi" und Hugo in der Nacht von Paula von Schönbeck (Susanne Zimmert) gestohlen worden waren und die in Geld verwandelt werden sollen. Und natürlich denkt jeder an seinen eigenen möglichst hohen Profit. Ob das "Pharao" noch gerettet werden kann, das Geschäft mit dem Ganoven Häfel aufgeht, Eduard Müller und Hugo ein schönes Leben beginnen können, und wo die Diamanten landen, erfahren die Zuschauer erst im letzten Akt. Das Amateurtheater Marktredwitz zeigt bei dem Stück mit unerwarteten Wendungen, lebendigen Gags und einem genialen Harald Eichner als verwitwete Schwester von Lola Leppert, was ein Amateurtheater alles leisten kann. Schauspielkunst auf höchstem Niveau. Aber auch alle anderen Akteure sind sehr gut besetzt und überzeugen mit ihrem wahnsinnig hohen Tempo und Spielfreude das Publikum. Die Zuschauer haben ihren Spaß und zeigen das auch mit lang andauerndem Schlussapplaus.

Die Aufführungen am Freitag, 2. Dezember, und Samstag, 3. Dezember, beginnen jeweils um 20 Uhr. Einlass in die Dörflaser Turnhalle ist bereits eine Stunde früher. Es gibt noch Eintrittskarten im Vorverkauf in der Tourist-Information Marktredwitz zum Preis von neun Euro für Erwachsene, sechs Euro für Kinder, an der Abendkasse mit einem Zuschlag von zwei Euro.

27 Jahre Bühnenbau


Nach der Premiere gab es auch Ehrungen. Kurt Rodehau ist mit der Ehrenmitgliedsurkunde der Turnerschaft Marktredwitz-Dörflas von erstem Vorsitzenden Gunder Mages ausgezeichnet worden. Richard Schirnding, der seit 27 Jahren für das Dörflaser Amateurtheater die Bühnen geplant und gebaut hat und Licht und Tontechnik gesteuert hat, ist auf eigenen Wunsch in den wohlverdienten Theaterruhestand gegangen. Hierzu wurde er von seiner gesamten Theatertruppe mit einem Bildband aller seiner gebauten Bühnen beschenkt.
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