Angespannte Lage

Ronald Ledermüller ist seit Anfang 2016 Geschäftsführer des Naturpark Fichtelgebirge. Sein Vorgänger Christian Kreipe hatte dieses Amt 38 Jahre inne. Ledermüller war vor dem Gebietsbetreuer und hauptsächlich für natur- und waldpädagogische Aktionen und Angebote zuständig. Dieses Amt übernahm Eckard Kasch. Bild: gis
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Bayern
09.07.2016
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Der Naturpark-Verein Fichtelgebirge betreibt Infostellen im Freilandmuseum Grassemann oder dem Bauernhofmuseum Kleinlosnitz, veranstaltet Konzerte, Aktionen und Workshops für Erwachsene und Kinder. Über den Verein werden touristische und Landschaftsschutz- und pflegeobjekte abgewickelt.

Röslau/Fichtelgebirge. Jetzt hat der im Jahr 1971 gegründete Naturpark finanzielle Probleme, wie bei der Jahresversammlung in Röslau deutlich gemacht wurde. Das könnte zur Folge haben, dass die Mitgliedsbeiträge für Kommunen und Kreise angehoben werden müssen.

"Wir sind von Projektförderungen abhängig", betonte Landrat Dr. Karl Döhler, Vorsitzender des Naturparkvereins. Die Nationalparks bekämen einen 'Grundstück', wir lediglich 15 000 Euro im Jahr und "versuchen nun etwas mehr finanzielle Substanz zu bekommen." Kassenprüfer Kreisrat Günter Pöllmann aus Mehlmeisel berichtete von einer "leicht angespannten" Finanzlage im ersten Halbjahr, da man auf die Auszahlung staatlicher Zuschüsse warten müsse.

Kämmerer Gerald Hoch wies auf die geringen Rücklagen hin, die weiter sinken. Zum Jahresende waren es rund 27 000, Ende 2013 noch 61 000 Euro. Bei einem geplanten Gesamthaushalt 2016 von rund 930 000 Euro würden derzeit 34.200 Euro fehlen. Der Vermögenshaushalt, aus dem Projekte finanziert werden, ist mit rund 534 000 Euro aber deutlicher höher als die Verwaltungskosten mit rund 393 000 Euro.

Die größten Vorhaben im laufenden Jahr sind in Arzberg: Die Erhöhung der Waldenfels-Warte am Kohlberg mit 165 000 Euro förderfähigen Gesamtkosen, Bad Alexandersbad: Wanderwege mit Aussichtspunkt am Greinberg, Kosten: 92 000 Euro, Marktredwitz; Instandsetzung Naherholung Weidersberg: Kosten: 29 000 Euro, Warmensteinach: Renaturierung und Ausbau Poetensteig: 25 000 Euro und Aussichtspunkt Backöfele am Schneeberg: Neubauplanungsarbeiten. Kosten: 15 000 Euro. Deshalb ist auch der Aussichtsturm am Schneeberg seit Anfang Juni offiziell gesperrt. Untersuchungen des Holzes haben starke Verwitterungen ergeben, weshalb man nicht bis zu einem im kommenden Jahr geplanten Neubau warten wollte.

"Das Bauwerk ist zwar nicht akut einsturzgefährdet, aber falls ein ganzer Vereinsausflug dort oben zum Schunkeln anfängt, könnte es dennoch gefährlich werden" so Ronald Ledermüller.
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