Anna Hößl feiert 90. Geburtstag
Neugierig aufs Leben

Viele Gratulanten waren zum Geburtstag von Anna Hößl gekommen. Bild: hia
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Bayern
12.09.2016
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Sie ist 90 Jahre alt und hat noch jede Menge Träume. Anna Hößl feierte mit ihrer Familie runden Geburtstag. Und davon hat die Speichersdorferin noch lange nicht genug.

Speichersdorf. Wie könnte es anders sein: "Mein größter Wunsch ist", sagt sie - wie immer mit einem Lächeln im Gesicht - "die 100 voll zu machen und auf dem Weg dorthin gesund zu bleiben und noch möglichst viel zu erleben." Das wünschten ihr auch die fünf Kinder Arnold, Heinrich, Hannelore, Gudrun, Johannes, ihre Enkelkinder Gerald, Ulrike, Marco, Michaela, Thomas, Jan, Judith, Sebastian, Christina, Johannes junior sowie die Urenkel Emma, Ida, Antonia, Nikoletta und Elisa.

Sie zählten zur Gratulantenschar ebenso wie Bürgermeister Manfred Porsch, VdK-Vorsitzende Margit Kaiser und ein Chorensemble der Musikfreunde und des evangelischen Kirchenchores unter Leitung von Alfred Malzer. Neben "Wir gratulieren" stimmten sie "Mein Mund, der singe", "Sah ein Knab ein Röschen stehn" sowie "Aufwiedersehn" an. Denn die Leidenschaft von Hößl ist der Gesang. Im Verein der Musikfreunde singt sie seit 1969. Ebenso lange im evangelischen Kirchenchor Speichersdorf. In den 70er Jahren ist es ihr dank ihrer Sopranstimme gelungen, mehrere Jahre im Sonderchor der Oper-Meistersinger von Richard Wagner bei den Bayreuther Festspielen mitzuwirken. Zu den wichtigsten Dingen im Leben der Jubilarin zählt die Pflege von Freundschaften, die bis in die Jugendjahre zurückreichen. "So was Neugieriges aufs Leben wie Anna, kenne ich kein zweites Mal. Ich höre immer nur: Das und das will ich auch noch machen", zitierte Hannelore Rößler aus Kulmbach den Drang des Geburtstagskindes, noch alles Mögliche zu unternehmen, vor allem eine Ballonfahrt. 1926 in Neustadt am Kulm als fünftes Kind des Schuhmachermeisters- und Landwirtsehepaares Lorenz und Josefa Putz geboren, verwehrte ihr der Zweite Weltkrieg eine unbeschwerte Jugend. Sie wurde zum Bund Deutscher Mädchen im Allgäu eingezogen. Die berufliche Laufbahn im Rathaus blieb ihr dadurch verwehrt. 1946 lernte sie den späteren Kirchenlaibacher Malermeister Georg Hößl kennen. Am Heiligen Abend 1946 heirateten die beiden in der Sankt Johanniskirche zu Wirbenz.
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