Bauausschuss besichtigt neue Kläranlage und Ortsstraße als künfige Baustelle
Vollbiologisch und modern

Nach der Besichtigung der neuen Kläranlage machten sich die Mitglieder des Bauausschusses auch ein Bild von der auszubauenden Ortsstraße in Frankenberg. Bild: ak
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Bayern
27.04.2016
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Frankenberg erhält eine zentrale Abwasserbeseitigung per Vakuumverfahren. Bei der Finanzierung sind die Bürger aber nur mit Herstellungsbeiträgen dabei. Die Gemeinde spart auch nicht am Straßenbau, der ebenfalls den Geldbeutel schont.

Speichersdorf/Frankenberg. Erstes Ziel der Mitglieder des Bauausschusses war am Montagabend Frankenberg. Dort geht derzeit der Bau der neuen zentralen Ortsentwässerung in die Schlussphase. Alle neuen Schmutz- und Regenwasserkanäle sind bereits verlegt und die zu entsorgenden Anwesen an das neue Vakuumsystem angeschlossen.

Die vollbiologische Kläranlage der Ortschaft zwischen Frankenreuth und dem Weiler Kleinkorbis wurde vollkommen neu konzipiert und mit modernster Reinigungstechnik ausgestattet. "Neben Frankenberg können auch die beiden Weiler Klein- und Großkorbis der Nachbargemeinde Prebitz an unsere Anlage angeschlossen werden. Die Anlage geht in Kürze in Betrieb", erklärte Bürgermeister Manfred Porsch beim Rundgang durch die Anlage.

Die Außenanlagen der Einrichtung sind noch nicht ganz fertig, ein Großteil der Abwasserförder- und Reinigungstechnik ist aber bereits installiert. Die Ableitung des gereinigten Abwassers zum Vorfluter wird noch gebaut. Ein Abwassertransport in Richtung Speichersdorf war aufgrund der großen Pumphöhen und -strecken unwirtschaftlich, so dass sich die Gemeinde für eine Insellösung entschied.

Im Zusammenhang mit dem Ausbau des Kanalsystems innerhalb der Ortschaft steht nun auch der Ausbau der Straße ab der Einmündung in die Kreisstraße BT 20 in Richtung des Anwesens Frankenreuth 19 an. Der Bauausschuss machte sich dort ein Bild vom Umfang der notwendigen Maßnahmen. Bisher war der Straßenaufbau provisorisch und nur eine Asphaltdecke von rund fünf Zentimetern vorhanden. Die rund drei Meter breite und befestigte Asphaltfläche fiel dem Bau der Vakuumentwässerungs- und Regenwasserleitungen zum Opfer. Sie soll entsprechend einer Siedlungsstraße mit 50 Zentimeter Unterbau, Trag- sowie Deckschicht ausgebaut werden.

Nach den Worten des Gemeindeoberhaupts entsteht eine rund 300 Meter lange neue Siedlungsstraße. Sie wird zwischen der Einmündung in die BT 20 und dem Anwesen Frankenberg 19 fünf Meter sein, der Rest auf einer Breite von drei Metern hergestellt. In diesem Bereich wurden auch die Stromversorgung und die Straßenbeleuchtung erdverkabelt.

Für den Abwasseranschluss erhebt die Gemeinde Herstellungsbeiträge von den Anliegern. Der Straßenbau ist für die Besitzer der erschlossenen Grundstücke kostenfrei, da die Kommune bisher noch keine Straßenausbaubeitragssatzung erlassen hat.
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