Bauer hängt tote Krähen an seinem Feld an Galgen auf
Makabre Vogelscheuchen

Krähenexperten des Landesbundes für Vogelschutz zweifeln am Sinn der Maßnahme und bezeichnen sie als "Frevel". Bild: dpa
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Bayern
03.06.2016
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Langerringen. Im Landkreis Augsburg hat ein Landwirt mehrere tote Krähen an Galgen bei seinem Feld aufgehängt, um andere Vögel zu verscheuchen. Wie die "Augsburger Allgemeine" am Donnerstag berichtete, will der Bio-Bauer mit den toten Vögeln Krähen von seinem Feld zwischen Langerringen und Untermeitingen fernhalten.

Die Vögel würden sonst das Saatgut fressen und großen Schaden verursachen. Die toten Krähen seien legal von einem Jäger abgeschossen worden, sagte der Bauer. Das Landratsamt habe ihm den Tipp gegeben, mit den Kadavern andere Vögel zu vergrämen. Inzwischen habe der Landwirt die toten Vögel von den Galgen abgenommen und direkt auf das Feld gelegt, so die Zeitung.

Ähnliche Aktionen von Bauern waren in der Vergangenheit auch aus anderen Regionen berichtet worden. Krähenexperte Matthias Luy vom Landesbund für Vogelschutz bezeichnete am Donnerstag die Art der Zurschaustellung der toten Vögel als "Frevel". Er bezweifelte auch, dass sich Krähen damit von einem Feld abhalten ließen. Es handele sich um intelligente Vögel, die erkennen könnten, dass von den leblosen Artgenossen keine Gefahr ausgehe. "Da kommt mehr der Hass auf die Tierart zum Ausdruck", meinte Luy.
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